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Neben den Tuchen der elsässischen Städte und dem Getreidedes Landes tritt als weit überragender Handelsartikel der Weinhervor. ^ Schon Ermoldus Nigellus bezeugt in seinem berühmtenGespräche zwischen dem Nhein und dem Vogesenberge die Wein-ausfuhr bis zu den Friesen und den Meervölkern, und der MonachusSangallenfis kennt den Sigolsheimer als einen leichteren Wein, demder Falerner folgtet Das ist die älteste Weinmarke, die wir kennen.Auch ein Lied der (Drilling, Lurana preist den elsässischen Wein:
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„Der elsässische Weiil galt als und war vielleicht auch nochder beste, er ging rheinabwärts, ja weit darüber hinaus. Karl IV,schickte z. V. auf diesem Wege Wein in die Mark Branden-bürg." 4 Er ging auch in die Alpen, in den Westrich, nachLuxemburg und Vrabant, Nürnberg und Leipzigs Das aus-gedehnte Weinbaugebiet des Elsasses, das heute den viertenTeil des deutschen ausmacht, lieferte die wertvollste Ausfuhr,bis die Einbeziehung in die französischen Zollinien ihm seine altenAbnehmer entzog und ihn in Konkurrenz mit den französischenWeinen brachte, die der Franzose selbstverständlich bevorzugte.Erst die Zugehörigkeit zum Teutschen Neichc hat den elsässischenWeinbauern den natürlichen Markt zurückgegeben.
Ein blühendes Land war das Elsaß, trotz seiner politischen Zer-splitterung; es nahm auch einen ganz hervorragenden Anteil amdeutschen Geistesleben. Wer aus dem 13. Jahrhundert eine wissen-schaftliche Größe des Elsasses nennen will, wird zuerst den Namender Kerrad von Landesberg aussprechen, deren HorruZ äeliciaruinin bedeutenden Zeichnungen die ganze klösterliche Bildung zusammen-faßt. Leider ist dieses hervorragendste Werk, das in einem deutschen
i Vgl. Vender, Weinhandel und Wirtsgewerbe im mittelalterlichenStraßburg (Beiträge zur Landes- und Volkeskunde, Heft 48, 1914), vorallem S. 6—10.
2 ^Ic>n, Qerm. 5cr, 2, 518, 105 UndMI, 16.
' cai-mina Lmanll eä. 8cKmeIIe>, 2. Aufl. S. 238.
« Schulte a. a. S. 1, 664.
° Vgl. Alwin Schultz, Deutsches Leben im 14. und 15. Jahrhundert,S. 506. Wassermann-Jordan, Geschichte des Weinbaus, S. 108 undöfter.
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