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Frankreich und das linke Rheinufer
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von da an zum Bistum Basel und damit zur Kirchenprovinz Ve-san9on; der nördliche, der Nordgau, das Anterelsaß, aber bildetemit der gegenüber jenseits des Nheines gelegenen Ortenau das Bis-tum Straßburg, gehörte zur Mainzer Kirchenprovinz. Als derBegriff des Elsasses auch auf das Land zwischen dem KagenauerWalde und der Lauter ausgedehnt wurde, kam noch das BistumSpei er (Suffragan von Mainz) hinzu. Die Einteilung ist alsogeradezu soweit es möglich war gegen die Einheit gerichtet.

Von den drei bzw. vier obersten Beamten des Landes hatte nureiner, der Bischof von Straßburg, seinen regelmäßigen Aufenthalt imLande selbst und sie waren zum allergeringsten Teile Elsäfser. Ichzähle von 923 an unter den Bischöfen von Straßburg bis zur Fran-zösischen Revolution neben 5 unbekannter Herkunft 9 Elsäfser neben13 rechtsrheinischen Schwaben, 2 Teutschburgundern, 8 Franken,6 aus Teutschlothringen, 1 aus dem Kerzogshause Lothringen, 2aus dem österreichischen Fürstenhause, 1 aus Kärnten und 1 ausThüringen, von 1704 an folgten sich Glieder der französischen Adels-familie Nohan. Bis 1704 sind also unter 43 Bischöfen 9 Elsäfser,seit 1394 führte überhaupt, kein Elsäfser mehr den Vischofstab vonStraßburg, i

Mese auffallende Tatsache wird dadurch verständlich, daß dasStraßburger Domkapitel nur Kochadlige aufnahm und die Ge-schlechter dieses Standes im Elsasse noch schneller ausstarben alsin anderen Gegenden. Soviel ich ohne genaue Studien sagenkann, waren um 1500 nur noch die Nappoltsteiner vom elsässischenKochadel übrig. Tas Domkapitel mnßte also seine Mitglieder vonweit herholen. Schon 1318 saßen unter 24 bepfründeten Kanonikernnur höchstens 7 Elsäfser, unter den 20 Exspektanten waren es höchstens6, von diesen sind aber zusammen noch 7 Geroldsecker zweifelhaft,da nicht einfach festzustellen ist, ob sie dem elsässischen Geschlechte,am Wasichen" oder dem Ortenauer:über Nine" angehörten? Ichhabe einmal alle Domherren mit Familiennamen von den ältestenZeiten bis 1332 zusammengestellt, von 87 Geschlechtern, die Tom-

^ Grundlage Wcnhke, Negesten der Bischöfe von Straßburg biszum Jahre 1202 (1908). Johannes Simon, Stand und Herkunft derBischöfe der Mainzer Kirchenprovinz im Mittelalter (1908), S. 2832.V2N <^u!ik Nudel, lrlierurclii^ ciUliolicu, meclii aevi, Vc>>, 3. <^2M5,3erie5 epizcoporum.

2 Kothe, Kirchliche Zustände Straßburgs im 14. Jahrhundert (1903),S. 9 f.

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