Druckschrift 
Frankreich und das linke Rheinufer
Seite
72
Einzelbild herunterladen
 

VII.Die Blütezeit des Elsasses.

Zugehörigkeit zu Schwaben, zu 2 (3) Bistümern. Die leitenden Personenmeist landesfremd. Bischöfe und Domherren von Straßburg meist landes-fremd. Wenig Hochadel, wenige Residenzen. Neichsgut und staufi-sches Hausgut. Erbrecht und Königswahl und ihr Einfluß. Trennungvon Neichsgut und Kausgut. Ersteres verselbständigt sich. Land-vogtei. Stratzburg. Die Straßburger und die französische Lilie.Stifter und Klöster. Neichsritterschaft. Habsburgisches Territorium.Zersplitterung und Einigungsversuche. Konfessionelle Spaltung.

Wirtschaftliche Lage. Weinausfuhr.Hcrrad von Landesberg. Philosophen. Theologen. Geschichteschreibung. Wichter. Blüte der Wissenschaften und Literatur umi500. Populäre und humanistische Literatur. Politische Kapazitäten. Reformatoren. Spener. Bälde. Erfindung der Buchdrucker-tunst. Älteste Zeitung der Welt. Münsterbaumeister. Andere.Maler. Kunst und Wissenschaft in den französischen Zeiten. Wie Blütedes Elsaß beruhte auf der innigen Verbindung mit Deutschland. Welsche

in Straßburg.

Das sonstige linke Nheinufer. Zugehörigkeit zum deutschen Wesen.

Bedeutung der französischen Sprache. Vabelon und Trier.

/23lsässer und Franzosen gefallen sich darin, dem schönen Elsasse^^, eine möglichst starke, von dem übrigen Deutschland sich ab-wendende politische Einheit nach außen hin zu geben, in: Innernaber die Zerrissenheit zu betonen, die eigentlich nur Nepubliken oderunabhängige Fürsten gekannt habe, und ein deutscher Geschichts-forscher, der zu bizarren Meinungen neigt, folgt ihnen in der erstenFrage auf einer weiten Strecke des Weges, wenn er auch einen sehrgroßen Teil der Grundauffassung ablehnt, die dem Lande einestarke Unabhängigkeit gegenüber dem Neiche zuspricht.^ Das Elsaßbildete, solange es ein Herzogtum Schwaben gab, einen Teil des-selben; es gehörte also einer, weitn auch nicht sehr starken, wesent-lich rechtsrheinischen staatlichen Organisation an. Das Land warzwischen zwei Bistümern geteilt; seit wann das der Fall ist, magunsicher sein, sicher aber war schon bald nach der Angliederung desKönigreiches Burgund an Deutschland die Teilung vorhanden.Der südliche Teil, der Sundgau, das Oberelsaß, gehörte mindestens

! Bloch, Die Einheit des Elsasses, a. a. O.

72