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Frankreich und das linke Rheinufer
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auf daß sie nicht heimkehren ohne Strafe für das, wessen sie hoch«mutig gegen Frankreich, die Herrin der Länder, sich unterfangenhaben. Ihrer Frechheit Lohn mögen sie empfangen und nicht inunserm, sondern in ihrem Lande, das nach fränkischem Königsrechte,oft bezwungen, den Franzosen zusteht; das, was sie uns heimlichzuzufügen dachten, wollen wir offen gegen sie zurückwenden./ ^Andere, die sich auf ernste Erfahrung stützten, meinten, es seibesser, ihren Einmarsch in die Grenzmarken zu erwarten, ihnen denRückweg abzuschneiden, sie besiegt niederzuwerfen, sie wie Sarazenenunbarmherzig niederzumetzeln, ihre unbestatteten VarbarenleichenWölfen und Naben zu ihrer ewigen Schmach zu überlassen und einesolche Metzelei und Grausamkeit mit der Verteidigung des Landeszu rechtfertigen." ^ Wie diese Worte ein betrübendes Zeugnis fürdie Neigung der Franzosen zur Grausamkeit zeigen, zu wirklicherBarbarei, so erweisen jene, daß die Erinnerung an die Herrschaftder Franken sich in den Glauben umgewandelt hatte, Frankreichgebühre die Erbschaft Karls des Großen. Heinrich V. stand an>gesichts des starken französischen Heeres von seinen Absichten ab.Der zweite Kampf war der Feldzug von Vouvines (1214).Wiederum war es die Verwandtschaft mit dem englischen Fürsten-Hause, die einen deutschen Herrscher zum Kampfe wider Frankreichveranlaßte. Der Welfe Kaiser Otto IV. hatte zeitlebens zu denEngländern gehalten, deren König Vasall des französischen Königsund im Besitze bedeutender französischer Landschaften war; derWelfe war Neffe des Königs Johann (ohne Land) und immer fürenglisches Geld empfänglich gewesen. In der Schicksalsschlacht vonVouvines führte er aber nicht die ganze deutsche Streitmacht, viel«mehr war sein Gegenkönig, der junge Staufer Friedrich II,, Bundes»genösse des Königs Philipp August von Frankreich! Nach denVerlustlisten kämpften bei Vouvines nur Niederdeutsche mit. DerWelfe wurde geschlagen, Philipp August siegte über seine Vasallen,über die ^Feudalität, und sicherte dem französischen Königtum denWeg zur weiteren Einigung des Landes und zur Absolutie, er wiesdie englischen Ausdehnungsgelüste auf dem Festlande gründlichstab und hob den englischen Parlamentarismus in den Sattel, fürDeutschland entschied die Schlacht den Thronstreit zugunsten des

^ 8u^er, Vie 6e I^ouiz !e QloZ. (Oollection 6e texte» pnur zervir KI'^tuäe et K I'Nnzeissnement äe l'Uistoile 4, 1887, S. 102. .'leria 5ua,yue )'ure re^io ?l2ncc>rum I'lHnciz zepe perclomita zud^acet,')

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