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Land, das trotzig widerstand, bald aber dessen Andenken segnete,der es überwunden hatte. Vor dem alten Ständehause der preußi»schen Provinz Westfalen standen nur zwei Standbilder: Karl derGroße und Widukind, der Sieger und der Besiegte!
Aus dem Elsaß war in Verbindung mit einem südlicher ge-legenen Gaue^ in den Zeiten der Merowinger im 7. Jahrhundertein Herzogtum geworden, das fast bis zur Mitte des 8. Jahr«Hunderts bestehen blieb. Die linksrheinischen Alemannen warenvon den rechtsrheinischen in der Verwaltung getrennt, obwohl siebeide zum fränkischen Reiche gehörten. Dieses Herzogtum ist denElsäfsern ans Herz gewachsen, und vor allem trägt dazu die schöne,freilich viel jüngere Legende der hl. Odilia, der Patronin des Elsaß,bei. Bleiben wir erst bei der reinen Geschichte. Daß Chatalricusoder Adalrich (Chaticus, Aticho) ein Germane war, beweist zwarnicht der einzelne deutsche Name, wohl aber die Gesamtheit derNamen fast aller seiner Verwandten. Sein Amtsvorgänger Vom.facius, mit dem eine Verwandtschaft von niemand angesprochenworden ist, mag ein Romane gewesen sein. Für die Ettichonidenist der germanische Charakter durchaus glaubhaft. Die hl. Odiliawäre also auch dem deutschen Vlute zuzurechnen. Aber es gibtFranzosen, die die Elsässerin zur Französin machen. Abbe Coubeschreibt: „Von der Höhe des Verges ... segnet die hl. Odilia unsereSoldaten, denn die hl. Odilia ist ganz französisch I Vei ihren Leb.zeiten wies sie die eisenbedeckte Hand deutscher Fürsten zurück, wiedas Elsaß heute die blutbefleckte Hand des Kaisers zurückweist. Anddie Jungfrau von Orleans eilt zu ihr mit unsern Fahnen, und beidefallen sich in die Arme mit den Worten: Johanna und Odilia,Frankreich und Elsaß-Lothringen bleiben für immer vereinigt!" ^
Der französische Katholizismus spielt gern Theater. Da machtman nun den Odilienberg zu einem nationalen Wallfahrtsorte, dieFeinde der Religion würden diesen Anfug gern zulassen. Theater«szenen verlieren aber bei Sonnenlicht! Zum ersten Male wird derName der Heiligen außerhalb des Klosters Hohenburg erst amEnde des 10. Jahrhunderts erwähnt und die Vita Odiliae abda-riLLae Hodelidur^euLis selbst, die frühestens ein Jahrhundert älterist, sicher im 10. Jahrhundert vorhanden war, weiß von der Ab»
l Vgl. Levison im Neuen Archw für ältere deutsche Geschichtskunde,27, 376.
' (^oude, ^Isace ^cx-raine et Trance I^Kenane, ?ari5 (1916), p. 3.
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