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namen bereicherte er, und in diesen Bestrebungen war er ein Vor»läufer des deutschen Sprachvereins. IncKoavit et ^lÄinlUÄtiellin,patiii LermouiL — wie viele Jahrhunderte verflossen, bis anderedas Bedürfnis nach der Grammatik ihrer lebenden Sprache fühlten?Item bardara et 2,ntiHui53imÄ caruiinI, — und die barbarischenund uralten Lieder, worin die Taten und Kriege der alten Königebesungen wurden, schrieb er nieder und überlieferte sie dem Ge-dächtnisse! Er läßt einen Herder und die Gebrüder Grimm vor»ausfühlen!
Nach diesen sonnenklaren Zeugnissen seines Biographen Ein»hart»! steht es fest, daß sich Kanals Deutscher fühlte, die La-teiner liebte, auch die Romanen nicht verachtete. Er verehrte dievon den Lateinern kommende Bildung und die Schönheiten und denZauber seiner Muttersprache und ihrer Denkmale. Er war, wie wir,ein echter — Boche. Er trug die fränkische Tracht, schon im Äußernmachte er seine Abstammung geltend.^
Dieser Erkenntnis, daß er ein Deutscher war, kann sich auchVabelon nicht verschließen, er läßt ihn zum mindesten im Familien-kreise sich seines fränkischen Dialektes bedienen — wobei er dieStellen Einhards hübsch verschweigt —, aber er bezeichnet ihnauch als einen traue Fg,11oloinI.ni8e.^ Das war er nicht.
Sein Aufenthalt wechselte, aber er hat doch drei Orte be-vorzugt, und diese lagen im deutschen Sprachgebiete. Er liebteAachen mit seinem Bade, dort baute er seine größte künstlerischeVerlassenschaft: das Münster, wo er sein Grab fand. Aachenaber gehört dem ripuarischen (hochdeutschen) Sprachgebiete an,zugleich aber stießen dort aneinander die Bereiche der niederfränki-schen (niederdeutschen), der flamischen und wallonischen Zunge. Erbevorzugte Ingelheim, das über die Fluten des Rheines zu denrebenbedeckten Bergen des Taunus hinüberschaut und der kirch-lichen Hauptstadt der deutschen Kirche nahe gelegen war, er ließdie von ihm erbaute Pfalz mit Gemälden schmücken, und als seinendritten Bau bezeichnet Einhard Nymwegen an der Waal. Sicher-lich spielte bei dieser Wahl seiner Aufenthalte auch Rücksicht aufdas nahe Sachsenland eine Nolle, auf jenes Land, das er demChristentume, seinem Staate und der Kultur zugleich gewann, ein
l Kap. 29.
' Einhard, Kap. 23.
' A. a. O. 2, 58.
Vestitu patlio, i<i ezt I^lllncico, utedatm-.