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schiedenen Rechtes, verschiedener Staatsauffassung, und doch unter-stellte er sie der gleichen Beamtenschaft, die Untertanen wuchsen zueiner gleichen ilntertanenschaft zusammen.
Das änderten auch die nächsten Fürstengenerationen nicht, nichtdie imperialistischen Tendenzen des Königs Theudebert, wenn sieüberhaupt als solche zu verstehen sind, nicht der Titel patriciuLü,omHnoruin - und erst die Kaiserkv?nung Karls des Großen erwecktedie Vorstellung, als seien die Fransn und die andern germanischenNeichsuntertanen nun auch zu Gliedern des Imperiums geworden,neben die Aniversalkirche trat die llniversalmonarchie. Wie Chlod-wig so hat auch der große Karolinge die doppelte Nichtung derAusdehnung seiner Gewalt: in die altrömischen Gebiete hinein ljndin die Lande, die entweder nie römische Herrschaft getragen odersie längst abgeschüttelt hatten. Der nationale Charakter der fränki-schen Herrschaft war kaum ausgebildet.
So stellen sich die Dinge gleichmäßig den ruhigen deutschen undfranzösische» Geschichtskennern dar, im einzelnen mögen sie von-einander abweichen, im Grunde sind sie durchaus eins.
Wenn zw?< Staaten aus einer Wurzel emporgewachsen sind,wie Frankreich und das Deutsche Neich, so wird aber sehr leichteine rückschauende Geschichtschreibung aus der jüngeren EntwicklungZüge in die Vergangenheit tragen, die ihr an sich fremd sind. Anddas ist namentlich auf französischer Seite reichlich geschehen.
Lavallee, dessen Vuch so einflußreich geworden ist, macht ausChlodwig bei Zülpich den Führer der Gallier gegen die Germanen,und er nennt Karl den Großen und Napoleon als diejenigen, dieGallien nach Osten ausgedehnt habend
Aus Chlodwig den Germanenfeind zu machen, ist ein Kunststückhalsbrecherischer Art. Nicht viel anders liegt es, wenn man Karldem Großen den deutschen Grundzug seines Wesens abstreiten will.Der Besitz der Karolinger ist aus den Urkunden für die von ihnenbegründeten oder begünstigten Stifter und Klöster wie Prüm,Echternach, St. Marien in Aachen, Stablo, St. Arnulf in Metzund aus dem späteren Neichsgut mit Vorsicht zu erschließen. Ererstreckt sich von der unteren Mosel, Nheinbach westlich von Bonnund von der Umgebung Lüttichs bis über Metz an der Mosel hinauf,also über damals unzweifelhaft germanische wie romanische Land-
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