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Frankreich und das linke Rheinufer
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IV.

Chlodwig und Karl der Große. Die hl. Odilia.

Die wahre und die französische Auffassung Chlodwigs. Karl der Große in

den Augen der Franzosen. Er war ein echter Voche. Seine Lieblings»

aufenthalte. Das elsässische Herzogtum. Die wahre und die französische

hl. Odilia. Der Odilienberg.

Germanen hatten bald den Körper des weströmischen^»^ Staates vernichtet, nach dem Ende der Kaiserreihe 476 machteim Jahre 486 der König der salischen Franken dem Reiche desSyagrius ein Ende und nahm an seiner Stelle in Soissons seine«Wohnsitz. Die Seele des Imperiums war aber damit nicht ver-nichtet. Die Germanen glaubten an seine Fortdauer, sie wolltenseine Nutznießer sein, und ebensowenig wollten sie die. römischeKultur vernichten. Als Chlodwig dem Christentume sich zuwandte,war für dieses die ernsteste Gefahr überwunden, freilich ließ derRückfall in eine primitivere Wirtschaftsform, die der Natural-wirtschaft, aus der das Lehnswesen mit innerer Notwendigkeit sichergab, sich nicht vermeiden.

Durch die Taufe war, Chlodwig ein Genosse der Nomanengeworden und seine Politik gab der seiner Nachfahren die Rich-tung, Merowinger und Karolinger hielten an ihr fest. Wie er indie altromanischen Lande seine Macht vorschob, so dehnte ersie auch gegenüber ^>en germanischen Stämmen aus, in der popu-lären Geschichte ist am bekanntesten sein Sieg über die-Ale-mannen, den man gemeinhin mit dem Kampf der Ripuarier beiTolbiacum (Zülpich) fälschlich gleichsetzt. Der Kaiser Anastastusschickte Chlodwig eine Urkunde, die" ihm. den Titel eines Konsulsgab, und er zog die Purpurtunika an, das Diadem trug er wohl alsKönig. Er konnte den Gallo-Römern seitdem als ein Vertreter des(osyrömischen Kaisers erscheinen, den Germanen, vor allem denenam Nhein und jenseits des Stromes, galt er darum nicht höhereEr ward der Herr über Untertanen verschiedenen Vlutes, ver-

l Das erkennt auch Vayet in Lavisse, Niztoire 6e 5>2nce, 2, 1,103 und 106, an.

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