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Frankreich und das linke Rheinufer
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Namens ziemlich reichlich Namen auf -villare, -villa, -curtis,-masnil eingesprengt.

Diese Namen huldigen alle der keltischen und germanischenWortbildung, sie sind oft mit germanischen Personenname» zu-sammengesetzt wie Neginbertiscurtis, Dodoniscurtis, Trudonisvilla,Almanvillare, Warengesivilla da ist doch wohl anzunehmen,daß hier vielfach wirklich einmal deutsche Grundherren saßen, abereine geschlossene Siedlung entstand nicht. Hie und da möget, aller-dings auch vorwärts der geschlossenen Sprachgrenze solche vor-handen gewesen sein, vor allem in den im westlichen Lothringenseltenen Orten auf -ange (-ingen), und deutlich war eine Sprach-insel Marbach (an der Einmündung der Meurthe in die Mosel)wie Vessingen bei Marsal, die sich bis in 15. Jahrhundert erhielten.

Der Lauf der Sprachgrenze in dem rauhen Zuge der Ardennenund der Eifel mag einige altromanische Sprachinseln, die früherauch im Moseltale bestanden haben mögen, heute nicht mehr er-kennen lassen. Im allgemeinen ist die von Godefroy Kurth festgelegtewallonisch-flämische Sprachgrenze seit dem Anfange des Mittel-alters nur wenig verschoben.^ Die alte Waldgrenze war für dieNomanen eine Deckung gegen die von Norden vordringendenSalier, eine zweite Flut kam von Osten von den Nipuariern, hierwurde im Gebirgsland, wo die Ardennen in die Eifel übergehen,die Grenze gefunden.

Hat die Sprachgrenze erheblich geschwankt? Tagegen sprichtschon die Tatsache, daß sie keine Enklaven und keine Exklaven kenntund daß sie abgesehen von der Nähe von Städten recht schroffist. Erheblich wich sie im äußersten Westen an der Meeresküste zullngunsten der Flamen zurück. Kurth erwies eine einstige geschlosseneSiedlung bis Equihen einige Kilometer südlich von Voulogne, ver-einzelte Orte stellte er bis zum unterlaufe der Canche fest. Mehrals die Hälfte germanischen Bodens in der Nordspitze Frankreichist verloren gegangen. ^ In Belgien hat die Sprachgrenze kaumerhebliche Schwankungen durchgemacht, nicht einmal die Tiefe

i La llontiere ünßuizticzue en Lelßiyue et c!«m« le I^orcl 6e la France,^l^moirez couronne'L pudliez par l'^caciemie , , , c!e Lel^iczue. loine 48.Vol. 1 et 2, 1896 und 1898, mit Karte. Der Maasübergang liegt direktnördlich von Vise, und da mag darauf hingewiesen werden, daß da ein altergroßer Markt stattfand.'

° Den heutigen Zustand gibt Hans Witte in Teutsche Erde, 1913,S. 3541, mit genauer Karte von Langhans.

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