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Frankreich und das linke Rheinufer
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Aber warum so viel Gelehrsamkeit, so viel Umwege? Es ge-schieht nur deshalb, um den elsäfsischen Vogesengürtel mit seinen-uillare-Namen richtig geschichtlich zu bestimmen und ebenso dieNamen auf -villers und -ville, die dem heutigen französischenSprachgebiete angehören.

Das Elsaß enthält in seiner Ebene und an dem unteren Ab-Hange der Vogesen eine ganz geringe Zahl von Ortschaftsnamen,die auf vorgermanische Siedlung hinweisen; viele durch Funde alsälter erwiesene Orte haben gleichwohl einen deutschen Ortsnamen.Im Kreise Erstein (südlich Straßburg) zähle ich auf der Karte52 Ortsnamen, davon sind, soweit ich das irgend vermuten kann,nur drei nicht aus deutschen Wortbestandteilen zu erklären: Ehl-^ Kelvetus, Kraft (gleich einem Flußnamen und also wohl sichervordeutsch) und Walf. Es folgt aus den Ortsnamen des Elsasses,daß hier die Besiedlung mit voller Nücksichtslosigkeit erfolgte, dieAlemannen und Franken dürften sehr wenige Neste der alten Be-völkerung geduldet haben. Das Elsaß ist nach allem eine der ammeisten rein deutschen Gebiete.

Es erhielten sich in den Vogesen mehrere romanische Täler,wie ja auch heute noch folgende Täler französisch reden: im Ober-elsaß das Weißbachtal oberhalb von Kaysersberg mit 10792 einfranzösisches Patois redenden Bewohnern, bann im Ober- undUnterelsaß zusammenhängend die oberen Stufen des Leberbach-tales, des (Weiler- oder) Gießbachtales und vor allem des oberenVreuschtales.

In Lothringen erkennt man in der Umgebung von Metz einenKreis von Ortsnamen, der nichts von germanischen Einflüssen ver-rät, die Ortsnamen sind durch die Endungen, die heute -y und -eyläuten, gebildet. Nördlich und östlich dieses Gebietes dehnt sichfast genau mit dem Bereiche der deutschen Sprache übereinstimmenddas weite Gebiet der -ingen-Orte aus. Westlich von der MetzerUmgebung sind in die Ortschaften unzweifelhaft kelto-romanischen

Deutschtums im Elsaß und im Vogcsengebiet (Forschungen zur deutschenLandes-und Volkcskunde. 10.Band. 4.Heft). 1897.Wolfram, Sied-lungsprobleme in Elsaß. Lothringen. Verhandlungen des 19. deutschenGeographentages (1914). 173185.Christian Pfister, 1^ Limite cleI» I^n^ue llan^ise et cle ig, I^nßue allemmxie en /^,l3ace Lori^ine (1899),S. 37, bezeichnet die Weiler-Orte als deutsch. VHl. weitere Literatur tnVehaghel, Geschichte der deutschen Sprache ( Pauls Grundriß dergerm. Philol., 3. Band), 4. Auflage. 1916. S. 10.

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