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äußerste Spitze an der Meeresküste nahmen sächsische Siedlungenein, die nicht tief in das Innere vordrangen. Der Winkel zwischender Stadt Äire an der Leye (Lys) — Lisbourg (an der Quelle diesesFlüßchens) und der Mündung der Canche enthielt aber noch vieleflämische Elemente.
Trier ging um 470 den Nö'mern verloren. An Stelle desrömischen Grafen bezog ein fränkischer Graf die Dienstwohnungin der Basilika. Ein Helles Licht auf die gegenseitigen Gefühlewirft der Brief des Bischofs Auspicius von Toul. Er schreibt anden Grafen Arbogast:
Oon^rat-ulanärlili tidi e8t,« Lrevirorum civir.28,Huae rali viro lezeriz,anti<^ui8 conparadili.
Der Franke ist ein Freund der alten lateinischen Bildung, undder Bischof des damals noch römischen Toul'feiert den Franken!Für beide stand es fest, die alte römische Bildung wird nicht unter-gehen und ebensowenig das römische Weltreich. Wir tragen leichtaus den späteren Ereignissen ilrteile in diese Zeiten. Die Germanenwollten Boden und Selbstverwaltung, wollten die Macht und denGenuß des Lebens; aber sie wollten nicht die überlieferte Kulturvernichten, sondern sie aufnehmen, und sie glaubten an den Fort-bestand des Niesellreiches, das sie doch vernichteten.
So entstand die deutsch-französische Sprachgrenze, wie sie imwesentlichen bis heute besteht. Sie hebt an bei Voulogne, streichtdann bis zur Maas fast genau östlich, überschreitet zwischen Verviersund Eupen die preußische Grenze, biegt dann aber fast sofort nachSüden, ja mit einer kleinen Neigung nach Westen um, so daß derpreußische Kreis Malmedy rund 9000 wallonische Bewohner um-schließt, und erreicht westlich von Arlon (belgisch Luxemburg) denwestlichen Punkt dieser Südrichtung. Von da an streicht dieGrenze nach Südosten zum Tonon, dem Eckpfeiler der Vogesen,folgt im allgemeinen dem Vogesenkamme, doch sind einige Tälerin ihrem obersten Teile auch am Osthange französisch. Endlich er-reicht die Sprachgrenze, indem sie quer durch die burgundische Pfortegeht, den Boden der Eidgenossenschaft.
Doch zwei Dinge interessieren uns noch besonders. War dieAnsiedlung der Germanen überall eine mehr oder welliger geschlossene,
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