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Frankreich und das linke Rheinufer
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Das Dekumatenland und Gallien befanden sich mehr alshundert Jahre infolge der ewigen Einfälle in einem schrecklichenZustande. Wohl gelang es dem in Köln zum Kaiser erhobenenPostumus, die Nheingrenze wieder zu sichern, aber die jenseitigenKastelle der Limesfront blieben, wie das Fehlen späterer Fundebeweist, in der Feinde Hand. Dem Kaiser zu Ehren wurde eineMedaille geschlagen:KeLtiruwr Oalliarnm", aber von demDekumatenlande redet sie nicht. Er verlegte den Schwerpunkt desNeiches nach Trier, das bald darauf unter Diokletian der Sitz derpraeiectura (3aI1iaruni, unter Konstantin die Nivalin Romswurde. Gallien war inzwischen durch den Aufstand der Bauern,der Vagauden, aufs schwerste erschüttert worden. Maximian be-zwang sie. Mehr und mehr wuchs eine andere Gefahr heran. DieNömer und ihre latinisierten Untertanen hatten schon lange inihren Heeren fremde, vor allem auch germanische Hilfstruppen ver-wendet. Ihre Zahl stieg, seit Diokletian erwuchs aber auch einegermanische Generalität. Mit Fremdvölkern ist eine Herrschaft ingroßen Krisen aber nicht durchzufuhren.

Die Alemannen, deren Name zuerst 2l3 auftaucht, wurden beiihren Zügen oft geschlagen, aber immer kamen neue Wellen überden Nhein, 356 waren bereits die Städte > zum Teil in den Händender wilden Feinde, und als Julian damals von der Zaberner Steigehinabstieg, fand er wohlbestellte alemannische Äcker vor. Dochall seine Siege, seine Erfolge konnten eins nicht verhindern, Ale-mannen blieben auf dem linken Rheinufer sitzen. And bald war dieNot wieder so groß, daß die Verwaltung Galliens und seinerNebenländer von Trier, das als Sitz einer beweglichen Verteidi-gung der Neichsgrenze bis dahin ausreichend geschützt und denEinfallsorten nahe gelegen war, nach Arles, an das Mittelmeerverlegt wurde. Ein stammendes Zeichen für die Not! And nachdem großen Nheindurchbruche von 406 schrieb Hieronymus ineinem Briefe:Mainz, einst eine edle Stadt, ist genommen undvernichtet, in der Kirche find Tausende (!) von Menschen nieder-gemetzelt worden. Worms ist in langer Belagerung vernichtetworden, Amiens, Arras, die fern wohnenden Moriner, Doornick,Speier, Straßburg in den Besitz der Germanen übergegangen."Am die Nheingrenze war es geschehen. Eine dauernde unabhängige

' Straßburg, Vrumath, Indern, Selz, Speier, Worms und Mainz.

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