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Frankreich und das linke Rheinufer
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sich in Tongern erhalten. Wir können also mit Vabelon fest-stellen, daß die Täler der Maas und ihrer Nebenflüsse bei Luxem-burg, Nämur, Lüttich und Tongern von germanischen Stämmenbewohnt wurden.^

Den Aduatukern schreibt Cäsar (dell. 0a11. 2, 29) einen Ur-sprung von den Cimbern und Teutonen zu. And dasselbe sagt ervon den Nerviern (deU. 6^11.2,28). Germanen waren und bliebendie Bataver. Auf die rechtsrheinischen Völkerschaften haben dieNömer auch für kürzere oder längere Zeit ihre Gewalt ausgedehnt,doch steht das ja hier nicht zur Erörterung.

Der Nhein war also von oberhalb StraHburg bis zur Mündung! j vielleicht kurze Strecken ausgenommen schon in germanischenZünden, als Cäsar nach Gallien kam. Ohne das Eingreifen derNömer wäre die germanische Einwanderung weiter gegangen, siehätte den germanischen Gürtel noch weiter ausgedehnt. Äberlegtman sich ruhig die «Dinge, so kommt man zu dem zweifellosenErgebnis, dcl.ß germanisches Vlut schon damals im Ganzen dieneutige deutsche Sprachgrenze erreicht hatte, man muß dabei dieweiten Vorstöße an der Maas gegen das Oberelsaß und Trierwettschlagen.- Das sind die Tatsachen.

Hinter der Welle der Kelten überschreitet also eine Welle derGermanen den Nhein. Sie würde deutlicher sich erhalten haben,wenn die Germanen als die in der Kultur tiefer Stehenden nichtvielfach gallische Sitte und Sprache angenommen hätten. DieGallier selbst wurden aber unter die höhere Kultur der Nömergezwungen, und deren Sprache verdrängte schließlich das Keltische.Das römische Element war zudem in den Grenzstreifen am Nhejnestärker als im Kerne Galliens vertreten, so daß diese Länder römischerwurden als die an der Seine und Loire. So war die Vlut-Mischung in dem belgischen Gallien sehr stark, als Sprache siegteschließlich das Lateinische!

Wer darf da historische Nechte ableiten? Etwa der Nömer,weil er nicht nur mehrere Jahrhunderte den Nheinlanden im all-gemeinen den Frieden verbürgte, sondern weil er ihren Bewohnerndie höhere Kultur brachte? Der Dank der heutigen Bewohnerder Nheinprovinz gegenüber denen, die dem Lande die Segnungender Kultur brachten, ist warm genug, die preußische Nheinprovinz

» Vabelon «. a. O. 1, 188 f.

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