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Frankreich und das linke Rheinufer
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völkerung aufgenommen hatten, bereits auf dem linken Nhein-ufer Germanen.

Ariovist stand als Herr auf linksrheinischem Voden, von denihm dienenden Völkern waren die Triboker, Vangionen und Nemetereben mif die Westseite des Nheines vorgerückt.^ Sie sind trotz derNiederlage Ariovists in ihren Sitzen geblieben und traten inrömische Untertänigkeit: die Triboker hatten Gebiete der Medio-matriker inne, Vrumat und Ehl waren ihre Kauptorte, sie aberliegen südlich und nördlich von Straßburg! Vei Speier blieben dieNemeter, bei Worms die Vangionen dauernd sitzen.

Von den Trevirern, deren Namen noch heute Trier trägt,ist es zweifelhaft, ob sie Germanen oder Kelten waren. Tacitus(Germ. 28) stellt sie mit den Nerviern zusammen und sagt vonbeiden, daß sie übertrieben stolz seien auf ihren germanischen Ur-sprung. Strabo hat die gleiche Ansicht. Die Forschung hat nuneinen Wechsel der Vestattungsweise ergeben, und so kommt Cramer,ein vorsichtiger Forscher, zu der Ansicht, sie seien ein keltisch-germanisches Mischvolk gewesen, ein keltischer Kern, umgeformtdurch die einwandernden Germanen.^ Ein Fund der letzten Zeit,dessen Veröffentlichung bevorsteht, macht es höchst wahrscheinlich,daß die Trevirer von Kaus aus Kelten waren. Nördlich von ihnensaßen später die llbier, es war dieses Volk in den Tagen Cäsars,dein es sehr gewogen war, im Begriffe, auch auf dem linken Ufersich auszudehnen, wo die Ära ilbiorum den Kern Kölns bildensollte. Die Nömer begünstigten diese Wanderung (38 oder 19v. Chr.),der bald der größere Teil der Sugambrer folgen mußte.

» Wo Cäsar die linksrheinischen Germanen aufzählt (2,4), nennter die Condrusi, Eburones, Caeroesi und Paemani, auch'die Segninennt er als solche (6, 32), Tacitus und Plinius fügen die Tungriund Sunuci hinzu. Die Eburonen saßen an den nordwestlichenArdennenhängen bis über die Maas hinaus, der Name der Condrusihat sich in der Landschaft Condroz (südlich Lüttich) erhalten, fürdie Sunuker ist durch die vea Zunnxal der Wohnsitz bei Eschweilerin der Gegend von Türen festgelegt,^ der Name der Tungri hat

> ^ullian, Uiztoiie 6e I» 6au!e. I^ris 1909. 3, 158. Anm. 4.

^ Franz Cramer, Römisch-germanische Studien. Vreslau 1914.S. 5560. Vgl. auch Schumacher, Gallische und germanische Stämmeund Kulturen im Ober- und Mittelrheingebiet zur späteren La-Töne-Ieitin der Prähistorischen Zeitschrift 6 (1914), 230-292.

' Cramer a. a. O. S. 108.

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