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Frankreich und das linke Rheinufer
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Westen hin sich senken, ihre Schichtenköpfe dem Osten zugewendet.Markant erhebt sich von ihnen der Steilrand der Oolithplatte(brauner Jura) über der Mosel mit ihrem lachenden Fruchtlandeempor. An der Mosel liegt im Lias Metz, der uralte Mittelpunktdes östlichen Lothringens, eine weithin herrschende Stadt drängtsich an die milden Höhen der Oolithplatte. Die Sprachgrenzeschneidet westlich und südlich von Diedenhofen über das durch seineErze so überaus wichtig gewordene Plateau hinweg. Weiter West-lich jenseits dieser Oolithplatte erheben sich noch deutlicher hervor-gehoben die Cstes Lorraines, die zu ihren Füßen (120 bis150 Meter niedriger) die Wasser- und waldreiche dünnbevölkerteLandschaft Woevre liegen haben, ein herrlicher Wassergraben vordem festungsartigen Gebirge. Die Cotes Lorraines waren in diesen:Kriege die ebenso tapfer verteidigte wie tapfer angegriffene Linievon überragender militärischer Bedeutung. Zum ersten Male in derWeltgeschichte ist sie hervorgetreten und hat gezeigt, daß sie, beschütztvon der vortrefflichen Festung Verdun, eine ausgezeichnete fran-zösische Verteidigungsstellung darbietet.

Die Woevre hat während des Krieges ein Franzose, der sichin seiner lothringischen Heimat gut auskennt, anziehend geschildert.^Das ebene Plateau mit seinen dünngesäten Ortschaften, seinenweiten Näumen scheint leer und stumm. Es ist das Land derWassertiere und der Zugvögel... Die Feuchtigkeit des Geländesfügt der Strenge der Winter noch etwas Trauer hinzu."EinigeWege, einförmige Viinder, verbinden die lachende Mosel mit derherberen Maas durch die schlafenden Wasser hindurch, derenMorastlöcher der Sommer kaum austrocknet. Wir haben niemalsversucht, die Verbindungswege dieses Landes zu verbessern: seinängstlicher und bescheidener Handel forderte es nicht, seine Be-wohner, die gegen den neugierigen Fremden mißtrauisch sind, wolltensie nicht; und die strategische Klugheit wollte keine Wege, diesenkrecht auf die Moselgrenze zuführten, auf denen Tropfen fürTropfen eines Tages der Einbruch sich bewegen könnte. Eisen-bahnen gibt es nicht."Man kann sich das enge und friedlicheLeben vorstellen, das ganz von der Welt zuruckflieht und denDingen der Zeit fremd ist, wohin nicht der Lärm der modernen,ewig zitternden Zivilisation dringt. Die Landleute, die seit Jahr-

191ß. S. 26-31.