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Die französische Verwaltung gab Straßburg nur einen un-genügenden Ersatz, indem die Stadt eine Kanalverbindung mit derMarne (1853) erhielt und mit demNhone (1832). Die aufblühendeNheindampfschiffahrt konnte Straßburg nicht dauernd erreichen,und so gab das französische Elsaß seinen natürlichen Anteil an der'Nheinschiffahrt an Mannheim ab. Mit dem Verluste der Freiheitvon Straßburg (1681) beginnt das Aufblühen von Mannheim.Baden, als Herrin von Mannheim, konnte bei diesem Systemealso noch bestehen, geschädigt war das Elsaß.
Die deutsche Verwaltung hatte angesichts der 1876 vollendetenTullaschen Nheinkorrektion einen sehr schweren Stand, als es galt,gleichwohl wenigstens einen Teil des Stromverkehrs über Mann-heim hinauf dem neuen Nheinhafen von Karlsruhe und dem Hafenuon Straßburg zuzuführen. Daß die Zufuhr zu allen Jahreszeitengleichmäßig sein könne, verbietet der starke und oft plötzlich wechselndeWasserstand, nur in den Sommermonaten bürgt das StaumeerVodensee für einen ziemlich gleichmäßigen Stand.
Die 200 Jahre französischer Herrschaft hatten den sperrendenZug im Nheintale von Vasel bis Lauterburg schärfer entwickelt,das schlug Zum wirtschaftlichen Schaden des Elsasses aus. AlsStraßburg 1871 deutsch wurde, war es eine unentwickelte Provinz-stadt, Mannheim und Karlsruhe hatten ihm den Markt entzogen.
Die Jahrzehnte seit dem Frankfurter Frieden brachten großeFortschritte. Im November 1901 kam es zum Abschluß einesStaatsvertrages zwischen Elsaß-Lothringen, Vaden und Bayernüber die Regulierung des Oberrheins zu Zwecken der Großschiffahrtbis Straßburg; es soll eine Wassertiefe von 2 Metern erreichtwerden. Der Plan rührt von dem badischen OberbaudirektorHonsell her, der Bau hat, wenn er auch noch nicht ganz vollendetist, die Erwartungen des genialen Mannes durchaus erfüllt. Dasist die Großtat deutscher Wasserbautechnik, die Straßburg seinealte mittelalterliche Stellung zurückgibt. Vor allem gelang es,auch die früher sehr kurzen Perioden ausreichender Wassertiefe sozu strecken, daß die völlige Unterbrechung der Schiffahrt auf kurzeFristen eingeschränkt ist. Unter gleich schwierigen Stromverhältnissenist vorher noch keine Stromregulierung durchgeführt worden.
Der Nheinverkehr hat in Mannheim 1834 einen für damaligeVerhältnisse ausgezeichneten Hafen erhalten, 1866 bis 1907 wurden29 Millionen Mark verbaut, der Industriehafen kostete 8,7 Millionen.
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