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Frankreich und das linke Rheinufer
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Straßburg nicht vorhanden war; es kam alles auf die genauesteOrtskenntnis der ewig wechselnden Fahrrinne an, und so wurdenBasel, Vreisach und Straßburg die Stätten, wo die Steuerleute,oft auch die Schiffseigner wechselten. ^Die Stadt hat von demRheinsiusse gelebt." ' Der Nheinverkehr flußabwärts hat nichtseine schlechtesten Zeiten im Mittelalter erlebt, in den Zeiten,da der Strom unbestritten deutschen Gewalten unterstand, dieüblen Tage kamen gerade, als er ein Grenzstuß wurde.

Die französischen Intendanten des Elsasses im 18. Jahrhundertsorgten für den Flußbau durch Teiche, durch den Abbau vonFlußarmen, sie hatten dabei die Sicherheit der elsässischen Ort-schaften im Auge, und der Schaden wuchs dem Flußverkehre zu.Ein begeisterter Lobredner Frankreichs, Nodolphe Neuß, sagt mitnackten Worten von dieser Strompstege:^LLurant,, il est. vrai,1a Zecnrite äe l'a^riculture g,ux depen8 6n Winmerce ünvial," ^Der französische Staat erschwerte den Stromverkehr auf dem Nheine,so daß um die Mitte des 19. Jahrhunderts der Nheinverkehrvon Straßburg fast ganz aufgehört hatte. Man muß es sich deut-lich machen, die französische Strombaupolitik, der sich später unterTulla die badische anschloß, ertötete das sonst natürliche Anwachsendes Stromverkehrs, indem sie den Nhein vorwiegend als einenAbzugskanal, als einen Stromschlauch behandelte, vorwiegenddafür sorgte, den Wasserandrang nach unten abzuschieben, nichtihn auszugleichen. Das Nheinleben erstarb unter der Wirkungdieses großen Strombauwerkes, das alles eher erstrebte als eineBesserung der Schiffahrt, wie unter der Konkurrenz der beider-seits gefiihrten Eisenbahnen. Die Tullasche Neform hatte dieSchiffahrtsverhältnisse wenn nicht verschlechtert, sie aber doch nichtso gefördert, daß sie sich neben den Eisenbahnen hätte haltenkönnen. Durch die badisch-französische Nheinkorrektion war dieFlußstrecke um rund ein Viertel abgekürzt, das durchschnittlicheGefalle entsprechend gesteigert worden, so daß die damalige Dampf-schiffahrt den Stromwiderstand kaum noch zu überwinden vermochte.Im Jahre 1855 war das Schicksal der Fahrt oberhalb Mannheimbesiegelt, sie erlag.

! Zum Vorhergehenden vor allem K. 3. Sträub.' Vidal de la Vlache a. a. O. S. 172.

^tuäez l25C. N6). 1, 12,

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