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schon fortfahren: „Diese Grenze ist keine gute Grenze; denn es istein Fluß, der mehr Gallien mit Germanien vereint als sie trennt.In der Tat ist der Rhein von Natur aus mehr eine politische alseine militärische Grenze. Das Land seiner beiden Afer'ist so gleichnach Klima, Bodenart, Erzeugnissen und Bewohnern, daß sieunteilbar erscheinen." Auch der Keltomane Camille Iullian, Membre6e 1'In3rit,ur, muß bekennen: „Von Lauterburg bis zu seinerMündung... scheint der Nhein mehr seine Aferbewohner zu ver-einigen als zu trennen... Die Grenze Galliens war auf diesemPunkte mittelmäßig, mehr eine scheinbare als eine wirkliche/"
Jedwede geoarapbische Betrachtung muß zu dem Ergebnissekommen, daß der Nhein sogar in dem Teile, wo er dem Verkehredie meisten Hindernisse entgegensetzt, doch nicht e ine gute natürl icheGrenze bildet.
Dieser Teil ist in stärkerem Sinne das Stück von Basel biszum Kaiserstuhl, in weiterem und milderem Sinne von Basel bisOppenheim. Den Äbergang von einem zum anderen ilfer hindertdie Breite des Flußtales, in dem der eigentliche Wasserweg nichtfestlag, die Notwendigkeit, öfter mehrere Flußarme zu überqueren;den Verkehr in der Nichtung des Flusses hemmte der starke Wechselim Wasserstande, das starke Gefalle, der ewige Kampf des Flussesum eine neue Ninne. Wie wenig aber^durch alles das der Ver-kehr von ilfer zu Afer verhindert wurde, zeigen die oben berührtenVistumsgrenzen, und wenn auch der Strom in seinem ungebautenZustande eine Bergfahrt von Straßburg aufwärts bis nach Baselhinauf verhinderte oder doch sehr teuer und nur für kleine Fahr-zeuge möglich machte,^ so war doch die Talfahrt im Mittelalterstärker entwickelt als später. ^ Je schlechter die Landwege waren,um so mehr drängten sich die Waren auf das Wasser. Man be-nutzte den Strom, der spielend die Lasten trug, die man ihmauflud, vom Nheinfalle von Schaffhausen an, und auf den Neben-flüssen kamen Schiffe und Waren von Zürich wie von Luzern.Ein jedes Schiff machte nur einmal die Fahrt; denn die Bergfahrtwar schon deshalb kaum möglich, weil ein Leinpfad oberhalb von
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' ^ulli2,u, I^e KKin (^auloiz, ?2,ri3, >Vttin^er frereL (1915), S, 29.
^ Immerhin fuhren die Neuenburger mit kleineren Fahrzeugen auchaufwärts auf den Markt nach Basel.
° K. I. Sträub, Die Oberrheinschiffahrt im Mittelalter mit beson-derer Rücksicht auf Basel. Freiburger Dissertation 1912. S. 11, Anm. 2.
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