ist die durch die Natur vorbestimmte Übergangsstelle."^ Dassind schon sehr viel bessere Verkehrsmöglichkeiten als die über dieVogesen und die Kardt hinüberführen.
unterhalb Oppenheim hat der Rheinstrom wieder wie ober-halb Basel sein festes Strombett, das sich zumeist seit Jahr-hunderten nicht verschoben hat. Hier war die Zahl der Fährenund Ponten viel größer, die Verbindung der beiden Afer, die sichvöllig klar gegenüberliegen, noch weniger behindert. Am anderenAfer erkennt man ja meist die Scheiben der Häuser, in denen derRhein sich widerspiegelt.
Wie wenig der Rhein tatsächlich als ein Verkehrshindernis inden Zeiten des ganzen Mittelalters galt, beweist die Tatsache, daßdie wichtigste Einteilung des Landes, die damals bestand, überden Rhein hinüberging. Mit einer einzigen Ausnahme war dasbei den Sprengeln der zehn rheinischen Bistümer der Fall. ^ DerRhein bildete nur einmal die Vistumsgrenze, die zwischen denBistümern Basel und Konstanz, auf der Strecke von der Aare-mündung bis zum Kaiserstuhlgebirge, also nur in dem Teile desreißendsten Gefälles des Rheinstromes. Wir haben hier schoneine der wichtigsten Erkenntnisse gewonnen: im Mittelalter werdendie geistlichen Führer des Volkes, die Bischöfe der Nheinstiidte,ein Interesse daran haben, daß der Rhein keine Staatsgrenze wird,sondern das Rheingebiet zusammen verbleibt.
D"ch Mch d<"- fp<,nzNsischst,,?s!?<'i„,,»,^ ist d<^N?t^„ ^<: naturliche Grenze. „, Der weltbekannte Numismatiker Ernest Vabelon,Mnglied des Instituts, widmet zwei dicke Bände dem Nheinein seiner Geschichte, und da erklärt er Seite 2: >>I^e Ktiin c'e3t,une darliere, nn precipice, nne tranckee Z^rÄ^i^ne," DieseLehre von dem Rheine als der natürlichen Grenze ist ein älteresErbstück der französischen Literatur, und am sorgfältigsten hattediese Lehre der Professor der Geographie an der damals leitendenfranzösischen Kriegsschule ausgebildet, Lavallee. In seinem !864erschienenen Vuche^ heißt es: „Gallien oder die französische Regionist natürlich begrenzt durch den Rhein." Doch derselbe Autor mußte
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i Vi62l 6e IZ, lllilclie, La Trance cle I'Tzt, 170.
^ Es handelt sich un, die Bistümer Chur, Konstanz, Basel, Straß-burg, Speyer, Worms, Mainz, Trier, Köln und Utrecht. Auch der weltlicheBesitz der sämtlichen genannten Bistümer war auf beide Stromufer verteilt.
2 Lez l'rontiörez cie >Ä Trance, ?Äli3 1864.
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