Druckschrift 
3 (1923)
Entstehung
Seite
494
Einzelbild herunterladen
 

494

Fremde Archivalien. Aus schweizerischen Archiven

tuonde sie, nach ze gaende und daruff begert hat, die gesellschafftbuecherhinder den schultheissen ze legen, so getrüwte er mit denselben buechernund anderm der urteil und wisung nach ze gande. Und aber HeinrichWysse dazu redte, er getruewte nit solichs schuldig ze sin, denn manwisse wol, dz er von der VII o u Persoloneser mincz von dem Mont-proten lidig sie erkennt worden. Darüber nue der Montprot für unseraller gnaedigisten herren den keyser geappelliert; derselbe unsergnaedige herre minen herren von Costencz zue einem commissarien ge-seczt, derselb commissarie im syderher verkundt, ouch in der sache einurteil gevellet, davor er widerumb fuer unsern herren den keysere oderfuer unsern heiligen vatter den bobst geappelliert hat, wohin denn dieappellation wisete etc. dz er do von solchen appellationen und wider inein sache gange, die vormals hie uszgetragen sie, noch dz er üczit zuosolhem verbunden sie ze antworten getrüwte er nit schuldig ze sin, dennbim gericht und der statt, moechte solich ze verwissen kommen oder imrechten schaden bringen etc. Und nachdem aber disze sache vormolsund nehst hie in gerichte gehandelt, oech Heinrich Wisse nehst und oechiecz geantwortet hat und vormol der appellation nie uncz nue ze letzterst gedaht ist worden, das gerichte ouch nit anders an j. HartmannHurussen verstanden, denn dz er nach abscheidt der letsten urteil demrechten nachgange. Harumb so ist bekennt, dz ouch Heinrich Wisse billichzue desselben j. Hartmans klage fuerer antwuerten solle (A26, fol. 232 f.).

13. 1456 November 20. Hartmann Hurusz fordert, daß der Gesell-schaft Bücher der Gegenpartei hinter dem Schultheiß legen soll. Es wirdentschieden: Ist bekennt worden nach zytlichem rate, dz Heinrich Wysseder geselschafft oder der gemeinschafft bucher, so er hinder im habe,hinder den schultheissen zue gemeinen handen antwurten solle jedermanzue sinem rechten und man keinen teil darueber lassen solle mit recht.Habe er ouch dheinerlei buecher hinder im, die allein Hanns Wyssenseligen und nit der gesellschafft und gemeinschaft gehört hand, sydmolendenn vormols bekennt sie worden, dz der Montprot moege uff HannsWissen seligen gut faren, dz man im soliche buecher und rodel zue desMontproten handen solle volgen lassen (A 26, fol. 233v.).

14. 1456 November 24. [Heinrich Wyss wendet ein, die Bücherlägen hinter dem Bischof von Basel. Es wird erkannt, daß die Bücherauch für den vor dem Bischof von Konstanz für beide Parteien ge-führten Prozeß hinter dem Schultheiß gelegt werden sollen.] Item aberist zwüschent beden vorgenanten teilen, als Heinrich Wysse meint fuerze bringen, dz ueber ein jor vorhin er Conrat Montprot harkommen undim üczit gegen im im zue bekennt sie, erkannt were, dz er einen umbm guldin, einen um c und x guldin und den dritten wol umb VIo guldinmuess uszrichten und er faren moechte uff Hanns Wyssen seligen guet,so lange und vil, bisz dz er enthept und uszgericht wurde. Und aber derwiderteil dawider redte, dz Conrat Montprot erkennt sie uff alles HannsWyssen guet, dz er gehept habe uff den tag, als er todt und lebende ge-wesen sie faren, und getrüwte, er solte vorfaren etc. Ist bekennt, syde-molen sich der Montprot vormols vermessen habe, kuntlich ze machen,dz Heinrich Wysse syder sins brueder seligen todt me ingenommen habevon desselben sins bruders guet, denn man im schuldig sie, dz ouchdenn disz sache von der luterung wegen welher teile zue vorabe oder