Nr. 143. 1454—1456 — Prozess Muntprat—Wiss von Basel
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[Er hatte behauptet, das] Hans Wisz selig und Hainrich Wysz,sein bruder, hobthern ir gesellschaft und gemeiner gewesen weren. Undwas Hans Wysz ze Persolon gelon und geton hett, das er das von irbaider wegen het getan. [Hans habe von Heinrich volle Gewalt undProkuratur gehabt.] Desglichen das derselb Hainrich Wisz under an-derm nach desselben sins bruder Hansen tode in sinem, ouch in der-selben Hansen Wissen seligen eefrowen Agnesen und siner elichentochtran Ennlin Wyszen namen ainem genant Johann Eemo gantzenvollen gewalt und procuratur geben hat, alle Sachen, spenn und zusprachzu rechtvertigen und mit recht für ze nemen und ze handien in namenir zu gewin und verlust, alles nach innhalt ains offen instrumentz. Unduf solich gewalt und procuratur derselb Johan Eeman gegen ainem ge-nant Wilhelm Papozu Persolon in recht gestanden ist und mit rechtund gericht gegen demselben Wilhelm Popo subenhundert pfund Perso-loneser muntz verloren hat, davon danndisz sach herlangent. [Die Urteil-sprecher nahmen an,] also sidtmaln und sich in denselben brieven undkuntschafften niena erfunden, das sich Hainrich Wysz gegen . . . ConratMuntbrat von diser sach wegen verschriben und ouch derselb Conratselbs gichtig geweszen sig, das im Hainrich Wysz weder mit hand nochmund der vorgemeldten Sachen halb ützit gelopt oder versprochen hab,das dann der genant junckher Conrat Muntbrat in in siner kuntschafftnit vollfaren und das der genant Hainrich Wysz diser ansprach halbvon im und sinen erben ledig und unenbrosten sin solle. Zur Begründungberuft er sich auf glaubliche Abschriften der Instrumente und auf einNotariatsprotokoll vom 28. Oktober 1454. (Notariatsinstrument vonJohann Strusz. Gleichzeitige Abschrift Politisches D 1, Nr. 89. St. Ja-kober Krieg.)
8.1455 Juni 1. Erging vom Schultheißengericht ein nicht überliefertesUrteil, das dem Muntprat alles Gut von Hanns Wyss zuerkannte, so er aufdem Tage hatte, als er lebend und tot war. Erwähnt in späteren Stücken.
9. 1456 August 2. Heinrich Wysse gibt Meister Gerhart Merking,Unterschreiber zu Basel, Vollmacht in der beim kaiserl. Kommissar demBischöfe von Konstanz anhängigen Sache, damit die Sache entsprechendder Freiheit der Stadt Basel wieder herabgewiesen werde. Die Vollmachtgilt auch, wenn der Prozeß nicht herabgewiesen wird. (A 26, fol.207v.)
10. 1456 Oktober 27. Nach dem Verkaufe des Hofes des Hans Wyssseüg war der Erlös — nach Urteil — beim Schultheißen zu hinterlegen.Konrad Muntprat, der den Hof — es handelte sich um den Schürlikeller —gekauft hatte, meinte, da er schon vorher Geld darauf stehen hatte, seier dessen nicht schuldig. Er wird abgewiesen (A 26, fol. 229).
11. 1456 November 6. Peter von Offenburg — der die Witwe HansenWyssen geheiratet hatte — hat genügsame Gewalt von Konrad Munt-prat (A 26, fol 231).
12. 1456 November 16. [Peter Offenburg, der wie HartmannHurusz von Conrat Muntprat bevollmächtigt war, überträgt aufdiesen seine Gewalt.] Item zwiischent beden vorgenanten teilen (Munt-prat und Heinrich Wyss), als j. Hartmann Hurusz meint innhalt dererren urteil, als sich Conrat Montprot vermessen hat für ze bringen, dzHeinrich Wysse syt der urteil vernent am phingsten obend gegeben meingenomen habe von Hanns Wyssen seligen guot, denn man im ze
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