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464 Eigene Papiere — Urkunden und Briefe der Familie Hilleson
arm wärend alß ich und die minen, so hieltist du wol alß lützelvon inen alß von mir und den minen. Jch haun ouch den selbenswätzern me dienst taun und früntschafft erzögt in miner armütdann sy mir in irer richtung. Dar umb es mich erbarmet, das duund dine brieder mich und mine brieder also verachten und dochmir uch gern wolten dienen in unser armüt alß unsern vetternund dienen mir uß früntschafft schuldig wären zu dienen. Esverachtet ouch mich und mine brieder niemet mer den du und diedinen; dann du haust gewist, das mir der hagel und sunst unwättermin körn und minen nutz verderpt haut, nütz dester minder haustdu mich umbzogen, alß ob du nit mer habist und so du mich garverdriben hettist, so hettist doch du nun din vetter verdriben,den du darffst dich min noch der minen nit schämen. Du bistain Stroppel von diner mütter und ich ain Stroppel von minemvatter, daß ich mich nit schäm, wie wol din mütter minen vattersaeligen zu zytten haiß gnüg redt und unß allen dar zu, dan sysagt, mir syen hailoß liederlich lüt, deß sy sich billich seit schämen.Und wann es anderlüt redten, so solten ir es ungern heren, danwelcher dir und den dinen von unß redt alß ir selbß mir und denminen reden, ich weit üch verantwurten alß mir billich an ander* selten verantwurten. Aber der, der üch die achtung haut gebenund unß armüt, dar umb mir von üch verachtet wärden, hautalß vil und ist alß mächtig als er ie gewäsen ist. Bin ich der hoff-nung, es ward unser ding ouch sich schicken, das mir der tagenainß ouch uff das glick rad komen, dar uff ir iecz syen. Ich lobouch got dar umb, das üwer sach also wol staut und gan üch allereren und alß gütz. Aber üwer Verachtung erbarmet mich fastybel und mer den ybel, dan ich waiß, das man nütz unerlichß vonmir noch den minen kan sagen, den das das mir nit rieh syen, deßmiesen ich und minen brieder gegen üch allen ergelten. LieberAlexius, du haust mich ge Oostentz geladit, daß du zu schadenbist komen. Wilt du i den selben schaden von früntschafft wägennit nach laussen, so lauß mich wissen, waß es sy, wil ich dir esschicken, da mit du min kain schaden habist. Dan helff mir got.Sunst ich darff mich nit vil gütz zu dir und den dinen versächen etc.Datum samstag nach Galli anno 98.
Oünradus Stroppel pfarrer zu demSybrancz.Adresse: An Aiexio Hillensun zu Ravenspurg.
109. 1504 Jan. 7. Ehevertrag zwischen der ehrsamen JungfrauDorothea Dominen, Albrecht Domans seligen eheliche Tochter,und Alexius Hillensun, beide Bürger zu Ravensburg. Anwesend:Jörig Eckelt (Ds Vogt), Gregorius Lamparter zu Biberach (ihrOheim), Hans Doman (ihr Bruder).