Druckschrift 
3 (1923)
Entstehung
Seite
465
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Nr. 109. 110.

14981504

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Sie hat 1 / i der väterlichen Habe. Er gibt ihr eine ebenso hohe Wider-legung und dazu 300 fl und 100 fl zu rechter freier Morgengabe.

Alexius hat kein Siegel, er bittet um Siegelung: Hans Humpis,Bürgermeister zu Bav.,Hans Hinderofen, Beiwohner, Hans Sattler,Bürger zu E., Gregorius Lamparter, Jörg Eckolt und HansDoman.

Perg. Original.

110. Brief des Alexius Hilleson an seine Gattin Dorothea.Mailand 1504 September 12.

Pap. Original auf einem Blatte, auch die zweite Seite mehr wie zur Hälfte be-schrieben, der Brief war dann so klein gefaltet, daß von der Schrift nichts zu sehen war.

+ Jhesus Christus Maria 1504 +Min frontlych wyllyg dienst for an. Myn lyebe husfro, mit Han-sen Heren hab ich dier am ledsten geschriben und dar mit gessentayn zaychen an ain pater noster, hoff ich sey dier woll worden.So yst mir dys tag alß ich fon Jenov her bin komen, hie fon denain brieff fon dier geben zueEaff ensporg uff mentag for Bolay tagwoll worden, dar ina diu und der müter und aller wol mugen undgesonthayt woll verstanden und gern gehört. Got hab sin lob. Umbmych stat es noch woll, wenn ich schon ettwir dar nyder fall nachmir gevonhayt, alß den ietz Jenv ist geschächen, ston ich dochall mall in kortz wyder uff. Jch bin ietz an 14 tag by Jeno nästgesin, aber die loeff stond noch, daß man iaemeht noch wolt instat lassen und hat doch nach gelaussen der sterbat, man haltaber groß hüt an den enda, byß gantz und gar lauter ist und darnach etlych zeyt und beharat. Jch mach rechnong noch an achtoder zehn tag hie ze sin und den recht im namen gotz wydermich gar gen Jenv machen. Aeß muß doch also sin. Got der hergab mit fryden. Alß du mir mäldst dych Ion wyssa, wen ich haymkomen ward, da wyß lyebe Dorathee, daß ich dier nit ain wortdar fon wayß ze schriben noch weder zeyt noch tag wayß. Mirhat seyd ich bin geschayden, kain mensch nit ain wort dar fongeschryben, also kan ich im nit thon. Jch wyll min best ain mallthon. Got der her wayst, waß grönd und wyllen ich daß thon,der fög aeß nach synnem götlychen wyllen, ich kan im nit anderßthon. Got der her der wayst all dyng fügent nach deß menschensei hayll. Hoff ich in got, aer soll aeß gegen unß bayden auch alsoaerzögen, alß mir gar nit zweyfflat. Jch hab dier am ledsten fyllund mengerley geschryben, der maynung ich gantz noch byn.Die zeyt is kortz, ich wyll sey nit for fyll zytlych gut noch erwägen ytel verschlyssen, ich wyll da nit me dar fon schryba, aeßwyll seych nit all ding Ion schriben. So mir got ain mall zu dierhilfft, berycht wyer unß des und anders was not ist muntlychen,

Schulte, Gesch. d.Ravensburger Handelsges. III. 30

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