328 Nützliche Bemerkungen ü5er die Diät.
die aber doch dabey die Absicht der Natur, die Ge-sundheit zu unterhalten, nicht hindert, so lasse man siedabey. Die Erfahrung, wenn man genau auf sieAchtung giebt, ist der sicherste und ganz gewiß der be-sie Wegweiser. Aus einer oder der andern Ursachescheinen die Abendmahlzeiten immer mehr und mehrabzukommen, da es dock überhaupt besser wäre, wennman sich an dieselben wiederum gewöhnen und sie aufeinen gewissen Fuß beibehalten wollte. Denn dieje<nigen, welche sich bei dem Mittagsessen nur ein we-nig selbst beherrschen können, haben keine neue Ver-suchung, wegen des Zuträglichen, bei einer zweitenMahlzeit anozustehen. ieuten von Genie und vor»nehmlich Personen, die Geschäfte zu besorgen haben,welche Geisiesanstrcngung erfordern, kann der Vor-schlag, die Mahlzeiten zu theilen, und di? hicr ange-gebne diätetisch« Einrichtung am allerzuträglichsienseyn, vorzüglich ober dcnenjenigen, deren Geschäfte ei-ne ganz vollkommne Anwendung aller Seelcnkräfteerfordern. Alle besondern Umstände, die zu dieserMaterie gehören, gaiu genau abzuhandeln, würde derRaum uicht gestalten. Dieß will ich nur noch an-führen : daß jede Mahlzeit, je kleiner sie in Anse-hung ihrer Menge, und je leichter in Rücksichtauf ihre Beschaffenheit ist, desto schicklicher sieauch für nur eben erwähnte Personen geachtet werdenmuß. Viele Personen können weder fiüßige, nochandre leichte Speisen zur Abendmahlzeit vertragen.Ja sogar der Raum, den diese Dinge im Mageneinnehmen, und das unbedeutende Gewicht, das siehaben, beschwert solche ieute so sehr, als nur irgendetwas anders thun kann. Brod, Habergnihe, Pa-nada und dcrgl.äln!ic!>e Speisen sind diesenSchwach-lichen selten zuträglich, und scheinen ihnen vielmehrübel zu bekommen, weil sie Blähungen und Magen-drücken verursachen.