Druckschrift 
Diätetik vorzüglich für Studierende
Seite
275
Einzelbild herunterladen
 

Von der körperlichen Constitniion. 275

folgt werden sollen : denn bei Einigen findet man dieConstiNttio-, des Korpers zu fett, bei Andern zu ma-ger; bei Einigen zu feucht, bei Andern zu trocken,bei Einigen zu dicht und fest, bei Andern zu locker undschlaff. Allen diesen widernatürlichen Abweichungennun soll, so viel es immer möglich ist, abgeholfen,und jedem aus einer solchen fehlerhaften ieibesbeschas,fenheit herkommenden krankhaften Zufalle, der dieGesundheit in Gefahr setzt, auf eine sanfte Art all,malig' abgeholfen werden.

Der von Natur allzu Magere, muß sich durchsehr sanfte Bewegung und lange dazwischen gepfloge.ne Ruhe, durch ein weiches Bette, langen Schlaf,Gemüthsruhe, fette Fleischspeisen, und oftmalige soreichliche Mahlzeiten, als er nur verdauen kann, wo.bei der ieib nicht zu häufig, sondern lieber etwas spar«sanier offen seyn darf, korpulent zu machen suchen.

Der al!;ufette Mensch aber mag darauf bedachtseyn, sich fleißig eines warmen Bades, starker Be,wegung, eines harten Bettes, wenigen Schlafs,schicklicher Ausleerungen, saure? Speisen und Getran«ke, und taglich nur Einer Mahlzeit zu bedienen *).

S , Die

») Galen erzählt einen Fall, wo er eine überaus fetteMannsp«soü von ihrer Ungestaleheit und Beschwerdedadurch befreit,, daß er derselben verordnete, alleMorgen so lange zu lause», bis ein strömenderScdweiß über denKölper durchgebrochen war; sodannwar dieser Mensch st.,rt frottirt und in ein warmesBad gesetzt worden: nach diesem Bade ließ er ihn ein

kleine«