Von den verschiednen Temperamenten. 25z
gen Gebrauch aller zum ieben erforderlichen Dinge,wie überhaupt alle Unmaßigkeit zu vermeiden, denndadurch kann man die Gesundheit und gute Naturam allermeisten verderben.
Ob nun gleich beim ersten Anblick diese,Tempe«ramente nicht sogleich von einander unterschiedenwerden können; so ist es doch einem bedachtsamen,erfahrnen und in der Heilkunde geübten Arzte,nicht eben so schwer zu entdecken, welches Tem»perament bei einem Menschen vorzüglich die Ober«Hand hat, und was in jedem Fall für schickliche Ne«geln, dieß oder jenes zu thun und vorzüglich zumeiden, angewendet werden müssen.
Die gewöhnlichsten Merkmale des hitzigen undtrocknen Temperamentes sind die aufgeschwollenen undstrotzenden Blutadern, der starke Puls, eine weiteBrust und breite Schultern, ein muskulöser, gutge»bauter Körper und starke Glieder, schwarzes, dich«tes, krausigtes Haar, und eine braune, rauhe, startmit Haaren bewachsene Haut. ^
Hingegen giebt weiche, glatte, weiße Haut, hel«les Haar, enge Brust, kleine Gefäße, ein zärtli»cher Körper, der gemeiniglich dabei dick ist, nebstschwachen, übelgebildeten Gliedern, wie auch derkraftlose Puls, ein kaltes und feuchtes Temperamenthinlänglich zu erkennen.
Die besten, sowohl alten als neuern Aerzte ha-ben das trockne Temperament verworfen, indem es
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