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Bonden Leidenschaften und Gemüthsbew. 245
liche Mittel, die Ausdünstung zu befördern, oder die«selbe zu mäßigen, nicht für ganz undieulich halten
muß.
Jede heftige Gemüthsbewegung ist immer derGesundheit nachtheiliger, als eine eben so starke Be»nxgung des Körpers seyn kann; wiewohl alle undjede Ausschweifung der Natur zuwider und als ihrFeind zu betrachten ist.
Wenn wir eine Abwechselung unserer ieidenschaf«ten erleiden, z.B. bisweilen zornig oder vergnügt,bisweilen furchtsam oder betrübt sind, so entstehtdaraus überhaupt eine freiere und gesündere Art derAusdünstung, als wenn man immer von einerlei iei»denschast, wenn sie auch an sich noch so heilsam ist,beherrscht wird.
Eine stete Heiterkeit des Geistes, die aus einemguten Gewissen entspringt, und durch Bewußtseinoder Freudigkeit, allzeit rechtschassen gehandelt zu ha»ben, unterstützt wird, ist für die Erhaltung der Ge»sundheit unter allen Gemüthsverfassungen die beste.
Aufgeräumter froher Sinn ist vorzüglich vonguter Wirkung, wenn wir ihn zu Tische mitbringen,und von gewünschtem Erfolg, wenn wir uns auch insolcher Verfassung schlafen legen : denn Angst undTraurigkeit hindern bekanntermaßen das Gute, wel«cheS wir natürlicher Weife durch jene beide Erho»lungen erlangen sollten.
Q 3 Nach.