Vom Schlafe und Wachen. »33
Hat man Traume des Nachts, welche nur ein«Beziehung oder erneuerte Vorstellung der am Tag«
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«in Hang, sich alle Morgen dies« behaaliche Mut« zuthun, und uch nach geendiat«m Schlafe noch einig«Zeit im warmen weicken Bettt zuzubringen, und aufdiese Art muß endlich, wenn nickt Aufseher oder Er<zicher aue Uebeneug ng und gutem Herzen dagegenarbeiten, tue größte Anlage zur' Weichlichkeit, (manwürde in der gemeinen Voltsprache sagen Faul«h,»,s,) entstehen. Es würde zu weit führen, wenn manh,e darchun wollt«, wie unter diesen Umständen ge^memigllch die erste und häusigste Veranlassung zur Ona«nie zu entstehen pflegt, derallerdmgs ourch frühes Auf«stehen nach vollendetem Schlaf« gewiß gar kräftig vor«gebeugt wird. Diese nun allmölig sich einwurzelnd«Gewohnheit des langen Schlafens gehl mit demIüng«lingealter in die männlichen Jahre über, und scheintzur andern Natur zu werden, jedoch immer mit demmerklichen Unterschied«, daß dergleichen Personen nichtleicht eine feste oder starke Constitution erlangen, son»dern gewiß meistentheils ein phlegmatisches, schlaffes,und kaltes Temperament, bekommen, das sie zu allenwichtigen Unternehmungen unentMl'ssen und unfähigmacht. Denn mit der Zeit wird ihr Geist gegen allesso gleichgültig, als ihr Körper zu allen gewisse Ansiren«gnng erfordernden Arbeiten untüchtig w«rd.
Wer also sein Leben recht mit Vergnügen, für sich
und andre nützlich anwenden will, sehedel guter Zeit dar«
auf, daß sein Schlafiager nicht von oben veschriebner
Art sey, sondern so bald er's nur irgend» erlangen kann,
muß er es auf folgende Art sich bereiten lassen. Zum
eigentlichen Lager lege man blos eine von Roßhaaren be<
reime, wemgstens «ine Viertelelle dicke Matratze,(odep
mehrere derselben aus Wolle, eben nicht so starte,)
übereinander, und im Wi uer, (im Som ner ists un<
nöthig,) auf diese ein oerbgestopftes Federbette, und
schlage dieselbe zu beiden Seiten der Länge nach in «in
^um Kopfe, «in paar Ell«n längeres Betttuch recht glatt
«in»