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Diätetik vorzüglich für Studierende
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Il6 2. Abschnitt. IQ. Hauptstück.

Hier muß ich noch einen andern gemeinen Irr«thum, den ich öfters gehört habe, anzeigen; näm-lich daß man glaubt, Wasser oder jede andre Flüs«sigkeit, welche durch die Kunst gemachte Kalte gefro«ren gewesen und wieder aufgethauet ist, wärenschädlich zu trinken. Man nennt diese Flüßigkei-ten schaal oder fade (lieZch, ich kann aber diesen Aus«druck nicht verstehen: will man dadurch anzeigen,sie seyn verdorben, so ist dieß eine falsche Vorfiel«lung; das Verderbniß jeder Flüßigkeit ist leicht zuentdecken, Wasser aber an und für sich leitet durchden Frost keine bemerkbare Verändrung, es müßtedenn vielleicht einen in etwas veränderten Geschmackvom Gefäße, in welchem es eben gefroren gestandenhatte, angenommen haben. Wenn man Wasser ineinem Glase g'efrieren läßt, so wird es weder seinevorige Farbe, noch seinen Geschmack und Geruchverändern. Man hat sich vielleicht durch die Ver«ändrung, welche alle zusammengesetzte Flüßigkeitenunter diesen Umständen erleiden, betrogen. Alleindieselbe wird sich auch nach einiger Zeit ereignen, obman sie hat gefrieren lassen oder nicht, welche auseiner Art vvn Gährung in ihren fremdartigen oderheterogenen Theilchen hervorgebracht wird. Manversuche dieß nur mit ein wenig Orgeate, und dieSache wird sich bestätigen.

Das Flußwasser wird aus seinem langen Wege,den es in manchen Flüssen zu nehmen pflegt, hun«dertmal des Nachts erkältet, und eben so vielmal von

der