«o ».Abschnitt. lOHauptsiück.
unmittelbar bekleidet, da denn die barbarische Mode,stets das nämliche Hemde wahrend einer Krankheitauf dem ieibe zu behalten, nunmehr endlich ganzlichverbannt ist. Dennoch aber muß ich auch hierbeieinen gewissen Umstand bemerken, welchen man zwarfür gut hielt, der aber an sich sehr schädliche Wir,kung thut. Es giebt Personen, welche in solchemFall aus übel verstandener Vorsicht das Hemde, welchessie anziehen wollen, vorher eine andre Person so langetragen lassen, bis sich alle Feuchtigkeit aus demselbenverzogen hat, indem sie glauben, die menschlicheHitze sey den Kranken zuträglicher, als das Feueroder die Sonnenwärme. Ich muß bekennen < daßmir diese Meinung sehr sonderbar vorkömmt. Nachgesunder Philosophie kann unter der Wärme kein we»sentlicher Unterschied Stattfinden, und sie wird all-zeit nach Beschaffenheit ihrer Heftigkeit einerlei Wir«kung hervorbringen.
Die Warme der Sonne oder des Feuers mußimmer ganz die nämliche Kraft, wie die des menschli»chen Körpers, beweisen. Alle besondre Kraft, dieman der natürlichen Wärme lebender Personen zu-schreibt, muß gänzlich andern verschiednen, dabei zu«sammentreffenden Umständen zugeschrieben werden;und diejenigen, welche sagen, daß unsre Nahrungs»Mittel durch das natürliche Feuer des Magens ver-dauet würden, müssen etwas mehr, als bloße Wär»me, darunter verstehen. Ja, obgleich die Hitzedes. Magens diese Verrichtung für sich allein vollen»
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