Unzuverlaßigkeit der Heilkunde. 57
fahren des Arztes seine Kräfte geschwächt. Wie oftschreibt nicht der Arzt die Besiegung einer Krankheitseinem theriakalischen Wasser oder Inlep, oder einemandern. Mitttl seiner Erfindung zn, obgleich ver-schiedne andre Arzneien angewendet worden waren.
Ich könnte über das Unnütze solcher Bemerkun»gen, welche es blos dem Namen nach sind, nochweit mehr sagen. Es wird zur Anstellung der Ve»merknngen, welche von rechtem Nutzen seyn sollen, vielGelehrsamkeit, durchdringender Verstand und Aufrich-tigkeit erfordert: Erfordernisse, welche nur seltenbeisammen angetroffen werden. Jedoch muß ichgestehen, daß unsre neuern Schriftsteller weit mehrSorgfalt, Klugheit und Genauigkeit in diesem Stü«cke bewiesen haben, als die alten; und es kann,wenn ihre Nachfolger auf diesem Wege fortgehen,die Heilkunde mit der Zeit noch eine große Verbes»serimg erlangen, ob sie gleich itzt noch äußerst unvoll»kommen ist.
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Eilfles