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Unzuverlaßigkeit der Heilkunde. 3,
Wie oft beschuldigen wirdenArzc, daß er die»fen, oder jenen Kranken gctödtet habe, da er doch andessen Tod ganz unschuldig ist, und rühmen ihn mitgleich schwachem Grund wegen der Erhaltung einesandern, wozu er doch eben so wenig beitrug. DieSache ist so beschaffen, daß ein Kranker nach einerzur Unzeit gemachten Aderlaß leben bleibt, oder wohlgar besser wird, weil er eben auch nickt sterben wür»de, wenn ihn gleich der Arzt mit einem Dolche ver.wundet hätte.
In den Transactionen der RömischkaiserlichenSocietat wird der Fall einer Nonne erzählt, welchean einem bösen Fieber geheilt wurde, ob man ihrgleich binnen wenig Monaten Hebn Pfund Blut aufdem Arm aus der Ader gelassen hatte. Ich wolltemich in der That freuen, wenn ich vom Herrn V a-lisnieri, der diesen seltnen Fall eben der obgedach,ten Akademie mittheilte, um andre seiner College»von dem Nutzen des Blutlassens zu belehren, hättevernehmen können, welcher Engel ihm müsseoffenbart haben, daß diese Nonne nicht, und viel«leicht in weit kürzerer Zeit, hätte hergestellt werdenkönnen, wenn er ihr nicht eine solche Menge Blutgelassen hätte. Und wir möchten auch gern erfahrenhaben, in was für einen körperlichen Zustand dieseKranke nach einer so heftigen Krankheit mag gerathenseyn, da es nur mehr als zu gewiß ist, daß viele, dienach einer, solchen besondern Unternehmung der Aerztedas ieben davon getragen haben, so äusserst ent»
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