4 ».Abschnitt, i. Hauptstück.
fehl gab, man solle auf sein Grabmal setzen, daß erdurch die große Anzahl seiner Aerzte getödtet wordensey. Ich stelle mir daher vor, es soll auf beidenSeiten durch die folgenden Bemerkungen ein gemein»schaftlicher Nutzen gestiftet werden, wenn ich gewisse lr»rige Meinungen, welche bei vielen Manschen so tiefeWurzeln geschlagen haben, auszurotten vermöchte.
Um aller Undeutlichkeit auszuweichen, müssenwir die Heilkunde in drei Zeitabschnitte theilen;nämlich in den Abschnitt ihrer Vollkommenheit, Un»Vollkommenheit und ihres Verfalls. Durch den Erster»Abschnitt verstehe ich denjenigen Zustand, zu welchem dieHeilkunde nach der Natur der Dinge gelangen kann.Es ist nicht wahrscheinlich, daß der Mensch je dahinkommen wird, eine vollständige Kenntniß allerKrankheitszufalle und der dawider dienlichen Mittelzu erlangen; und ohne eine besondre Offenbarungsteht dieses nicht zu erwarten. In unsern Tagensind wir in der That noch sehr weit von diesem glück«lichen Zeitpunkt entfernt. Alles, was man von derHeilkunde erwarten,kann, ist der Zustand ihrer Un»Vollkommenheit, wie sie nämlich von gelehlten undklugen Männern ausgeübt wird; da hingegen un,wissende Quacksalber diese edle Wissenschaft verwirrt,und gänzlich um ihre Würde gebracht haben.
Ich unterstehe mich nicht, hier irgend etwasüber die Vollkommenheit der Heilkunde zu sagen,da man sie nigends in der Welt in einem voll»kommnen Zustande antreffen kann; jedoch würde sie,
wenn