Druckschrift 
6 (1779)
Entstehung
Seite
209
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209Dreyzehntes Stück.dreyßig Stück Weißkraut zu 1 Reichschaler, subposta 97. ein Tepf Bohnen zu 1 Reichsthaler 26arbüs, und sub posta 98 eine Maschine für Tel-ler zu trocknen zu 60. Albus. Keiner von allenjetzt angeführten Posten ist gewißlich so geartet, daßder Leendentinne in Abschlag der Zahlung ange-alhen möge; maßen von ehrbaren Eltern nicht zuvermuthen, daß sie ihren Kindern ein Paar wel-scher Hahnen, Endten, Hühner und Hahn, ei-nige Bauren=Käse, wovon das Stück höchstensder; Stüber kostet, einige Pfund Butter und Fleisch,einige Säcke Aepfel, und einen sehr geringen TheilBohnen, Erbsen und Linsen ankreiten, und gar aufden Heyrathspfenning anrechnen werden. Viel-mehr ist gänzlich zu glauben, daß ehrliche Elternihren Kindern solche Kleinigkeiten, die sie an sichselbst haben, schenken, und freygebig mittheilen.Oder will die Repidentinn nicht haben, daß manvon ihr so ehrlich denke und glaube; so muß sie auchdie Schärfe wider sich gelten lassen, mithin erwei-sen, daß ihr Schwiegersohn und Tochter die ange-führten Sachen begehret und für Geld bestellet ha-ben. So lange dieses nicht erwiesen, mögen auchobige Posten in Rechnung um so weniger eingefüh-ret werden; je weniger eines Theils der Schwieger-sohn und Tochter sich vorstellen können, daß dieMutter ihnen die allermindeste Kleinigkeit in demallerhöchsten Preise und bis zum letzten Heller auf-rechnen würde. Andern Theils ist auch ganz un-wahrscheinlich und unglaublich; daß der Reviden-einn Schwiegersohn und Tochter dergleichen Kleinig-keiten