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Brief über die Würkung des Blattereiters bey der Inoculation
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85SUm ihn nun aus dieser Ungewißheit zu ret-ten, schlug ich ihm die Inoculation vor.Die Einschnitte zeugten auch den vierten Tagdie Ansteckung und angefangene Blattern-gährung ganz deutlich, allein zu meiner Ver-wunderung blieben die Ränder der Einschnittefast immer in dem nemlichen Zustand, ohnedaß ihre Entzündung zugendimmen hätte; siewaren zwar roth und ziemlich erhoben; un-terdessen bildete sich das Bläschen sehr langsam und den 15ten Tag schien es fast eherabgenommen als zugenommen zu haben. DerInoculirte befand sich sonst ganz vollkemmenwohl. Weil er nun eines sehr phegmatischenTemperaments war, und ich überdem ver-muthete, daß er vielleicht wegen Furcht fürden Blattern, sein Verhalten etwas zu stren-ge würde beobachtet haben, ließ ich ihm densechszehnten Tag des Abends eine halbe Fla-sche ganz alten Rheinwein nehmen. Er giengganzF 3