⁸84&seine Muttter ihn überredet, daß er dieBlattern gehabt und also nichts mehr zu be-fürchten hätte. Allein er konnte die ihm des-halben beygebliebene Furcht nicht überwinden.Umihre blatternde Kinder schenken, oder wo dasKind, indem es getragen wurde, sein Gesichtgegen den Backen der Mutter anlehnete. DieInoculirte bey denen die blatternde Gährung nichterfolgt, bekommen gleichfalls an dem EinschnittSchwärcher, welche, obschon sie den vierten Tagheil sind, dennoch von dem Blattereiter veruf-sacht wurden, indem dieser fast unmerkliche Ein-schnitt sonst schon den andern Tag ohne einisEntzündung würde geheilet seyn. Es scheinetalso daß in diesen Fällen das Blattergift zweieine Gährung in einer oder andern Drüse desHaut verursachet habe, daß es aber bey derDisposition der übrigen Säften die allgemeineblatternde Gährung in den flüßigen Theilen nichthabe hervorbringen können. Sollte nicht hierinein großer Theil der Entwickelung vieler Zufälleliegen, wo man von Leuten fälschlich glaubte siehätten die Blattern gehabt, und diese erst nachher von der eigentlichen allgemeinen Blatterngährtung angegriffen wurden?
Druckschrift
Brief über die Würkung des Blattereiters bey der Inoculation
Entstehung
Seite
84
Einzelbild herunterladen
verfügbare Breiten