Druckschrift 
1 (1775)
Entstehung
Seite
193
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Ein Gedicht.193nicht von ihrer Seele abwesend; er kam' zu ih-ren nächtlichen Träumen. Tonthena blickte vomHimmel hinein, und sah' die Bewegung ihrerArme.Der Muſcheln Schall war vorbey. Sul-malla stieg' mit ihren Locken umgeben. Sieſprach mit niedergeſchlagenen Augen, und forſchtenach unserm Lauf' durchs Meer; "denn ihr seydvon den Königen der Menſchen, ihr hohen Be-steiger der Wogen.Nicht unbekannt, sagte ich, ist un-ser Vater an seinen Strömen. Man hat vonFingal(*) Hier entdeckt Sulmalla den Stand Ossians und Os-cars, durch ihre Gestalt und stattlichen Gang. UnterVölkern, die noch nicht sehr poliziert waren, war eineausserordentliche Schönheit und ansehnliche Leibsge-stalt unzertrennlich vom Adel des Bluts. Aus diesenGaben erkannten Fremde einen Menschen von hoherGeburt, nicht von dem Staatsgepränge, das manum sich ohne Geschmack häuft. Die Quelle dieser un-terscheidenden Eigenschaft muß man einigermaßen inihrem lautern Blute suchen. Nichts verleitete mitdem Pöbel sich zu heyrathen; und keine niedrigen Be-griffe von Eigennutze, lenkten sie von der Wahl in ihrrer eigenen Sphäre ab.