192 Sulmalla von Lumon.sie langsam den Bogen bespannt. Warum wan-derst du in Wüsten, wie ein Licht durch ein wol-kigtes Feld? die jungen Rehe schnauben bey ihrenheimlichen Felsen. Kehr zurück, du Tochter derHerrscher! die wolkigte Nacht ist vorhanden! Eswar der junge Zweig des grünen Inis=Huna,Sulmalla mit blaulichen Augen. Sie sandte denBarden von ihrem Felſen, uns zu ihrem Mahlezu laden. Wir sassen in der Mitte des Lieds, inClubas schallender Halle. Weiß flogen die Hän-de Sulmallas über die zitternden Sayten. Halbwurd in der Mitte des Klangs, der Name vonAthas Gebieter vernommen: er, der kämpfte ab-wesend, für ihr grünes Gebiet. Doch war ernichtso ähnlich, daß es sich gar nicht zweifeln läßt, daßbeyde Einwohner ursprünglich ein Volk waren. Mankönnte dann sagen, Ossian gebe in seinen dichterischenBeschreibungen, die Sitten seiner eigenen Landsleu-te, den Fremden. Dieser Vorwurf ist leicht zu be-ankworten. Warum hat er nicht dieses in Ansehender Scandinavier gethan? Wir finden diese in ih-ren Gebräuchen und Aberglauben sehr unterschiedenvon den Britischen und Irischen Völkern. Die Sean-dinavischen Sitten sind besonders barbarisch, undgrausam, und scheinen eine Nation anzukünden, diezu Ossians Zeiten weniger policirt waren, als dieBewohner Britanniens.
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