Druckschrift 
1 (1775)
Entstehung
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167
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167Ein Gedicht.Wo soll ich Ruhm suchen, sagte derJüngling, " Lamors Seele zu ergötzen? Wo-von soll ich mit Ruhm zurückkehren, daß meinWaffengeprassel deinem Ohre gefalle? Geh' ichdie Hirsche zu jagen; dann wird mein Namnicht vernommen. Lamor, erfreut bey meinerRückkehr vom Hügel, wird mit seinen Händenmeine Doggen nicht fühlen. Er wird von seinenBergen keine Nachricht erforschen, auch nicht vonden dunkelbraunen Hirschen seiner Wüsten!Ich muß stürzen, sagte Lamor,wie eine entblätterte Eiche: sie wuchs an einemFelsen! sie ward von den Winden gestürzt! MeinGeist wird traurig an den Hügeln gesehn, trau-rig für meinen jungen Hidallan. Werdet ihrnicht, ihr Nebel, aufsteigen, ihn vor meinem Ge-sichte zu bergen? Geh', mein Sohn! zu LamorsHalle: dort hangen die Waffen unserer Väter.Reich' her Garmallons Schwert; er riß' es voneinem Feinde!Er gieng, und brachte das Schwert, mitall seinen zierlichen Riemen. Er gab's seinemVater. Die Rechte des Greisen versuchte dieSpitze.Mein Sohn! führ' mich zum GrabeGarmallons: es steigt neben jenem brausendenBaum! das lange Gras ist verwelkt; ich höredie Lüfte dort pfeiffen. Eine kleine Quelle rauschtin der Näh', und rollt seine Wässer nach Bal-va. Dort laß mich ruh'n; es ist Mittag: anun-L 4