Druckschrift 
1 (1775)
Entstehung
Seite
154
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154 Calthon und Colmal.seines Busens. Aber Calthon stand in seinemJammer; er beklagte den gefallenen Colmar;Colmar, in der Jugend erlegt, eh' sein Ruhmsich erhob!Ich befahl das Lied des Jammers zustimmen, den traurigen Führer zu stillen; aberer stand unter einem Baum', und warf oftseine Lanze zu Boden. Neben ihm rollten, inheimlichen Thränen, die strömenden AugenColmalens. Ihr ahnte der Fall von Dun-thalmo, oder von Cluthas kriegerischem Führer.Nun wurde die Nacht zur Hälfte verzehrt.Schweigen und Schatten herrschten am Felde.Schlaf ruhte an den Augen der Helden: Cal-thons sich setzende Seele war ruhig. Halb wa-ren seine Augen geschlossen; aber das Rauschenvon Teutha, war noch nicht seinem Ohre ent-gangen. Der blasse Geist von Colmar erschien',und zeigte seine Wunden: er neigte sein Hauptüber den Held, und hob seine winselnde Stimme!"Schläft Rothmars Sohn in seinerNacht, da sein Bruder erliegt? Stiegen wirnicht zur Jagd zusammen? Verfolgten wir nichtdie dunkelbraunen Hirsche? Colmar war seinenFall nicht vergessen: eh' der Tod seine Jugendversengte. Ich lieg' erblaßt bey dem Felsen vonLona. O laß sich Calthon erheben! Der Mor-gen bricht mit seinen Strahlen heraus; Dun-thalmo wird den Erlegten beschimpfen." Erzog sich in seinem Wirbel hinweg. Der stei-gende Calthon sah' die Schritte seiner Scheidung.Er stürzte im Klang' seines Stahls voran.Die