Ein Gedicht.155.Die unglückliche Colmal erhob sich. Siefolgte durch Schatten ihrem Helden, und schleppteihren Speer hinter sich. Aber da Calthon Lo-nas Felsen erreichte, fand er seinen verblichenenBruder. Es empörte sich die Wut seines Busens;er stürzte sich in die Mitte der Feinde. DasAechzen der Todten erhebt sich. Sie schliessensich um den Führer herum. Man band ihn, undführt' ihn zum düstern Dunthalmo. Das Jauch-zen der Freude erhob sich; die Hügel der Nachterschallten's zurück.7 5Ich fuhr auf bey dem Klang'! und hasch-te den Speer meines Vaters. Neben mir stiegDiaran, und Dargos blühende Kraft. Wir miß-ten Cluthas Gebieter, und trüb warden unsereSeelen. Mich schreckte der Verlust meinesRuhms. Es erhob sich der Stolz meines Muths!"Ihr Söhne von Morven," sprach ich, "sofochten nicht unsere Väter. Sie ruhten nicht amFelde der Fremden, eh' ihre Feinde erlagen. Sieglichen an Stärke den Adlern des Himmels: ihrRuhm lebt in Gesängen. Aber unsere Kriegerfallen allmählig. Unser Ruhm beginnt zu ver-schwinden. Was wird Morvens Gebieter unssagen, wenn Ossian am Teutha nicht siegt?Auf, Krieger, auf, in euren Waffen: folgt Os-sians rasseludem Lauf' Er will nicht anders, alsrühmlich, zu Selmas hallenden Mauern rück-kehren.An Teuthas blauen Wässern hob sichder Morgen. Vor mir stand Colmal in Thrä-nen.
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