152 Calthon und Colmal.der Speere. Dreyhundert Jünglinge schrittennach uns: neben mir giengen die lieblichen Frem-den. Den Schall unserer Ankunft hörte Dun-thalmo. Er versammelte Teuthas Vermögen.Erund hat viel von seiner Manier, aber einige Tra-ditionen melden es, als eine Nachahmung eines spä-tern Barden. Da es aber einiges poetisches Verdiensthat, werde ich es doch anführen.In Thränen naht sich Dargos Gattin: dennDargo war nicht mehr! Ueber Larthos Gebie-ter seufzen die Helden: und was soll die traurige Min-gala verrichten? Vor dem König der Speere schwanddie düstere Seele, wie Nebel des Morgens: aber vorihm glühten die Edlen, wie der Stern des Morgens.Wer besaß am meisten Schönheit und Reitz!Wer, als Collaths stattlicher Sohn? Wer saß in derMitte der Weisen, wer, als Dargo, Verrichter dermächtigen Thaten?Deine Hand rührte die zitternde Harfe: deineStimme war sanft, wie Winde des Sommers. Wehmir! was werden Helden sagen! Denn Dargo fielvor einem Eber. Bleich ist die liebliche Wange; dessenBlick in Gefahren so fest war! Warum bist du an un-sern Zügeln vergangen, du schöner, als die Strahlender Sonne?Die Tochter Adonflons war reitzend in denAugen der Tapfern; sie war reitzend in ihren Augenaber sie wählte, Dargos Gattin zu seyn.Aber du bist einsam, Mingala! Die Nachtstürzt mit ihren Wolken heran; wo ist das Bett deinerRuh? Wo, als im Grabe von Dargo?Warum
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