Druckschrift 
1 (1775)
Entstehung
Seite
151
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Ein Gedicht.151Sohn meiner Kraft, begann' der Ge-bieter, " ergreiff' die Lanze von Fingal. gehtzu Teuthas rauschendem Strom', geh', rett' denim Wagen getragenen Colmar. Laß deinenRuhm vor dir, wie ein reitzendes Lüftchen, ruck-kehren; damit meine Seele über meinen Erzeug-ten, der den Ruhm unserer Väter erneuert, fro-locke. Ossian! sey ein Sturm im Krieg'; abermild, wenn die Feinde erliegen! Also schwangsich mein Ruhm, o mein Sohn; sey du, wieSelmas Gebieter. Wenn Stolze meinen Hallensich nah'n, beschaut sie mein Aug nicht. Aberzu den Unglücklichen streckt sich mein Arm.Schwache beschützt mein Schwert.Ich frolockte in den Worten des Königs.Ich griff meine rasselnden Waffen. Neben mirhob sich Diaran (*) und Dargo (**) KönigderK 4(*) Diaran, Vater jenes Connals, der von seiner Gelieb-ten Crimora unglücklicher Weise getödtet wurde.*) Dargo, der Sohn von Collath, ist auch in andernGedichten Ossians besungen. Man sagt, daß er durchein wildes Schwein, in einer Jagdparthie getödtetwurde. Das Klaglied seiner Liebsten oder Gattin Min-gala über seinen Leichnam ist noch vorhanden. Aber,ob es von Ossians Werken sey, oder nicht, kann ichnicht behaupten. Es ist ihm insgemein zugeschrieben,und