Druckschrift 
1 (1775)
Entstehung
Seite
138
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Croma.138ben Speer. Die Freude von Croma war groß;denn der düstere Rothmar erlag! Ich hob mei-weiß. Die stürmischen Winde vergehn. Die Nacht istunstät und frostig. Empfangt mich von der Nacht, mei-ne Freunde.Vierter Barde.Die Nacht ist ruhig und schön; sie ist blau, ster-nigt, und still. Die Winde sind mit den Wolken ver-gangen. Sie sinken hinter den Zügel. Am Gebirgschreitet der Mond. Die Bäume gleissen: Strömeglänzen am Felsen. Schimmernd wälzt sich die ruhigeSee; schimmernd der Strom des Thals.Ich seh' umgeworfene Bäume; die Garben desGetraids an der Eb'ne. Der wachsame Landmannbant sie wieder auf, und pfeist im entfernten Felde.Ruhig, still und schön ist die Nacht! Werkömmt von den Gräbern der Todten? Diese Bildungmit schneeweissem Gewand; mit weissen Armen, mitdunkelbraunen Locken! Es ist die Tochter vom Gebieterdes Volks: jene, die kürzlich erlag! komm, laß unsdich schauen, o Mädchen! du warst die Freude derHelden! Der Windstoß treibt die Bildung hinweg;weiß ohne Gestalt, steigt sie den Zügel hinaufDen blauen Nebel treiben die Lüfte, langsamüber das engere Thal. Er besteigt den Zügel, undvereinigt sein Haupt mit dem Himmel. Die Nacht iststill, rubig, blau, sternigt und Mondhell. Empfangtmich nicht meine Freunde, denn die Nacht ist lieblichund reitzend.Fünfter Barde.Im WestenDie Nacht ist still aber gräßlich.hüllt eine Wolke den Mond. Langsam schreitet jenerweißlich