Croma.134Dieß ist keine Zeit, die Muschel zu füllen,antwortete ich, und ergriff meinen Speer! MeinVolk erblickte das Feuer meiner Augen; alle stie-gen empor. Wir schritten durch die Nacht längsder Heyde. Der graue Morgen erhob' sich inOsten. Ein graues und enges Thal erschien voruns; dort fehlte auch nicht sein schlängelnderStrom. An seinen Ufern stand Rothmars finste-res Heer, mit all seinen blitzenden Waffen. Wirfochten längs dem Thale, sie floh'n. Rothmarstürzte unter meinem Schwert! Der Tag stieg'noch nicht in Westen herab, da ich Crotharseine Waffen überbrachte. Der veraltete Heldfühlte sie mit seinen Händen; und Freude schim-merte über all seine Gedanken.Das Volk drängte sich zu der Halle.Man vernimmt die Muscheln des Mahls. ZehnHarfen werden gespannt; fünf Barden rücken vor-an, und singen wechselweis (*) Ossians Lob:(*) Diese ohne Vorbereitung verfertigten und besungenenWerke waren von den spätern Barden hochgeschätzt.Die, von dieser Gattung übergebliebenen Stücke, zei-gen mehr ein gutes Ohr, als poetisches Verdienst inihren Verfassern. Der Uebersetzer hat nur eins vondiesen Gedichten gefunden, das er der Aufbehaltungwürdig zu seyn glaubt. Es ist tausend Jahr späterals Ossian; aber die Verfasser scheinen seine Art beob-achtet, und einige seiner Ausdrücke angenommen zuhaben.
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