Druckschrift 
1 (1775)
Entstehung
Seite
133
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Ein Gedicht.133mein Volk. Ich ergriff meine Waffen im Zorn:aber was vermogte der gesichtlose Crothar? Mei-ne Schritte waren ungleich; mein Jammer wargroß. Ich wünschte die vorigen Tage zuruck:Tage, worin ich gefochten; und in blutigen Fel-dern gewonnen. Mein Sohn kehrte vom Jagenzurück; der schönlockigte Fovargormo (*). Erhob' noch nicht sein Schwert in der Schlacht,denn seine Rechte war jung. Aber groß war dieSeele des Jünglings; in seinen Augen flammtedas Feuer des Muths. Er sah die verworrenenSchritte seines Vaters, und sein Seufzer erhobsich. "König von Croma", sprach er, "stei-gen deine Seufzer wegen Mangel eines Sohns;oder wegen Schwäche der Rechte Fovargormos?Ich beginne, mein Vater, meine Kräfte zu spü-ren; ich hab das. Schwert meiner Jugend gezo-gen; ich hab den Bogen gespannt. Laß mich die-sem Rothmar, mit den Söhnen von Cromabegegnen: laß mich ihm begegnen, o Vater; ichspüre meine brennende Seele! " Und du sollstihm begegnen, sprach ich, du Sohn des sichtlo-sen Crothar! Aber laß andere vor dir anrücken,daß ich die Tritte deiner Rückkehr vernehme;denn schönlockigter Fovargormo, meine Augenerblicken dich nicht! Er gieng', er traf den Feind;er fiel. Rothmar rückt nach Croma heran.Der meinen Erzeugten erschlug', mit all seinenſpitzigen Speeren, iſt nah..DießI 3(*) Faobhar=gorm, Blaue Spitze des Stahls.