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1 (1775)
Entstehung
Seite
120
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120Oithona.von Cuthal iſt dort. Er iśt dört in der Wuthseiner Liebe. Wie kann Oithona sich helfen!Durch die Eiche stürzte ein rauherer Wind-stoß. Der nächtliche Traum schied hinweg. Gaulhaschte seinen eschenen Speer. Er stand in derWuth seiner Seele. Oft wandt' er seine Augenzum Osten. Er beschuldigt das zögernde Licht.Endlich brach der Morgen heran. Der Held hobseine Segel. Die Winde brausten vom Hügelherab; er bestieg die Wogen des Meers. Amdritten Tage erhob sich Tromathon, (*) wieein blauer Schild in der Mitte des Meers. Dieweissen Wogen brüllten gegen ihre Felsen; dietraurige Oithona saß an dem Ufer! sie beschautedie rollenden Wellen, und ihre Thränen zerflos-sen. Aber da sie Gaul in seinen Waffenvernahm, riß sie sich auf, und wandt' ihre Au-gen hinweg. Ihre reitzende Wange ist roth undgebogen; ihr weisser Arm bebt bey ihrer Seite.Dreymahl sucht sie vor ihm zu fliehn. Drey-mahl fehlten ihre kraftlosen Schritte! Tochtervon Nuath, sagte der Held, "warum ent-fliehst du vor Gaul? verschicken meine Augendie Flammen des Tods? verfinstert meine Seeleder Haß? du bist mir der Strahl des Aufgangs,steigend in einem fremden Gebiet'. Aber du hüllstdein Antlitz in Jammer, du Tochter des im Wa-gen getragenen Nuath! Ist Oithonas Feindin der Näh!? Meine Seele brennt, ihn im Kam-pfe zu treffen. Das Schwert zittert an derSeite(*) Tromathon, schwer oder tief hallende Welle.