Druckschrift 
1 (1775)
Entstehung
Seite
121
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121Ein Gedicht.Seite von Gaul, und verlangt in seiner Rechtezu blitzen. Sprich Tochter von Nuath, siehstdu nicht meine Thränen?Junger Führer von Strumon, ver-setzte das Mädchen, "warum durchpflügst du diedunkelblauen Wellen, zu Nuaths traüriger Toch-ter? warum bin ich nicht heimlich, wie die Blu-me des Felsen vergangen, die ihr reitzendesHaupt ungesehen erhebt, und ihre verwelkte Blät-ter im Hauche herumstreut? Warum bist du ge-kommen, o Gaul, meinen scheidenden Seufzerzu hören? Ich verschwind' in meiner Jugend;mein Name wird nicht vernommen; oder manwird ihn mit Jammer vernehmen; Nuaths Thrä-nen müssen zerfliessen. Mornis Erzeugter duwirst trauern für Oithonas geschiedenen Ruhm.Aber sie wird in der engen Behausung, weit vonder Stimme des Trauernden, schlafen. Warumkamst du Führer von Strumon, zu Troma-thons See geschlagenem Felsen?Ich kam deine Feinde zu treffen,Tochter des im Wagen getragenen Nuath!Meine Seele ist finster mit dem Tod des Führersvon Cuthal; oder Mornis Erzeugter soll fallen!Oithona! wenn Gaul niederliegt, errichte meinGrab an jenem sumpfigten Felsen. Wenn dasdunkelstreichende Schiff die Wogen durchpflügt,ruf' die Söhne des Meers! ruf sie, gieb ihnendies Schwert, zur Halle von Morni zu tragen.Dann wird der graulockigte Führer, für die Rück-kehr seines Sohns, gegen die Wüste aufhörenzu schaun!SollH 5