Ein Gedicht.77in dem engen Behältniß des Felsen. Eine Ge-schichte verflossener Zeiten! die Thaten der Tagevoriger Jahre!Wer kömmt von dem Lande der Fremden,umringt von seinen Tausenden? Der Sonnenstrahlschiest seinen schimmernden Strom vor ihm her;sein Haar fliegt in dem Wind' seiner Hügel.Sein Antlitz droht keinen Krieg. Er ist ruhig,wie der Strahl des Nachmittags, der aus denWolken des Niedergangs, auf die stillen Thälervon Cona herabschaut. Wer, als der SohnComhals, (*) der König mächtiger Thaten! erbetrachtet seine Gebirge mit Freude, und befiehlttausend Stimmen, sich zu heben. “Ihr seydgefloh'n über eure Felder, ihr Söhne des ent-fernten Lands! Der König der Welt sitzt in sei-ner Halle, und hört von der Flucht seines Volks.Er erhebt das rothe Aug seines Stolzes; und faßtseines Vaters Schwert. Ihr seyd gefloh'n übereure Felder, ihr Söhne des entfernten Lands!Dies waren die Worte der Barden, dasie zu den Hallen von Selma gekommen. Tau-send Lichter (**) aus dem Lande der Fremden,hoben sich in der Mitte des Volks. Man brei-tet(*) Fingal kehrt hier von einem Zuge gegen die Römer,den Ossian in einem Gedichte der Streit von Cronagenannt, beſungen hat.(**) Wahrscheinlich Wachskerzen; welche man öfters alseinen Theil der Beute der Römischen Provinz meldet.
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