③*Tättu.EinGedicht.Eine Geschichte verflossener Zeiten! die Tha-ten der Tage voriger Jahre!Das Rauschen deiner Ströme, o Lora,bringt die Erinnerung des Verflossenen zurück.Das Schallen deiner Wälder, Garmallar, istlieblich meinem Ohr'. Siehst du nicht, o Mal-vina, einen mit Heyde bekränzten Felsen? Dreyalte Fichten beugen sich von seinem Haupte her-unter; grün ist das enge Thal unter seinen Füs-sen; dort wächst die Blume des Bergs, und schüt-telt ihr weisses Haupt in die Luft. Die Distelsteht dort einsam, und schüttet ihren veraltetenBart auf den Boden. Zwey Steine, halb gesun-ken in die Erde, zeigen ihre bemoosten Häupter.Der Hirsch des Gebirgs meidet diesen Ort, denner sieht ein blasses Gespenst, das diese Stelle be-wacht. (*) Die Gewaltigen liegen, o Malvina,(*) Es war die Meinung jener Zeiten, daß Hirsche dieGeister der Verstorbenen sähen. Noch heut zu Tage,wenn Thiere plötzlich ohne scheinbare Ursache auffah-ren, glaubt das Volk, sie sähen die Geister der Ver-storbenen.
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